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Elmshorner Nachrichten

16. August 2017 | 17:06 Uhr

Ansturm vor der Winterpause

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

500 Besucher beim Saisonfinale der Fähre Kronsnest / 6500 Passagiere in diesem Jahr / Schönheitsreparaturen an der „Hol över“

Die Fähre Kronsnest hat eine gute Saison hinter sich. Knapp 6500 Passagiere ließen sich 2015 über die Krückau setzen. „Das ist eine wirklich ordentliche Zahl“, resümierte Fährmann Hermann Röttger. Zum Ausklang des Fährjahres hatte der Fährverein am Tag der Deutschen Einheit zum Drachenfest geladen. Rund 500 Besucher schauten bei herrlichstem Sonnenschein vorbei und ließen sich bei der Gelegenheit auch die Kürbis-Leckereien des „Sööten Ecks“ schmecken. Mit dabei waren auch wieder die „Flattermänner“ aus Tornesch. Die Drachenclub-Mitglieder bauten mit dem Nachwuchs kunterbunte Papierdrachen. Einziger Wermutstropfen: Weil für norddeutsche Verhältnisse absolute Flaute herrschte, wollten die kleinen Kunstwerke nicht so recht in den Himmel steigen.

Im Mittelpunkt stand jedoch wie eh und je Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre. Die Fährleute der „Hol Över“ wriggten ihre Gäste gewohnt sicher ans jeweils andere Krückau-Ufer. Jeweils gut 40 Meter Wasser mussten sie dabei mit dem sogenannten „Riemen“ überbrücken. Vielleicht auch den einen oder anderen Meter weniger, denn zur Mittagszeit, als der Besucheransturm so richtig los ging, herrschte Ebbe, so dass sich der Fluss ein wenig schmaler als gewohnt präsentierte.

Lohnenswert war auch ein Besuch des Stöpenkiekers. Das Mini-Museum bietet Jahr für Jahr Ausstellungen, die allein schon das Kommen rechtfertigen. Diese Saison hieß das Motto „Bienchen und Blümchen – die ganze Wahrheit“.

Bereits am gestrigen Sonntag wurde die „Hol Över“ aus dem Wasser gezogen, um sie winterfest zu machen. Die Fährleute trafen sich schon am Morgen, um den hölzernen Fährkahn an Land zu wuchten. Zum internen Abschluss des Fährjahres gab es am Nachmittag Pizza für alle Helfer. Die Fähre selbst wurde zwar in den vergangenen zwei Jahren generalüberholt, doch eine lange Saison hat wieder einmal ihre Spuren hinterlassen. Röttger bezeichnete den aktuellen Zustand des kleinen Schiffes als „ziemlich abgestoßen“.

Um Schönheitsreparaturen kommt der Verein also auch in diesem Winter nicht herum, damit die „Hol Över“ pünktlich zum Saisonauftakt 2016 am 1. Mai wieder in gewohntem Glanz erstrahlt. Bis dahin müssen die Fährleute auch noch etliche Weiden an der Krückau stutzen und einige Ufer-Befestigungen erneuern. „Zu tun ist immer genug“, so Röttger. Entsprechend froh ist der Verein, wenn sich weitere Mitstreiter melden. „Neue Helfer und Fährleute sind bei uns immer herzlich willkommen“, betonte Röttger.

Wer sich über den Förderverein informieren möchte, hat dazu im Internet unter www.faehre-kronsnest.de Gelegenheit. Infos zum Drachenklub gibt es im Netz unter www.drachen-club-flattermann.org.

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