Verstärkung : Angelika von Bargen ist Elmshorns neue Wirtschaftsförderin

Bilden jetzt ein Team: Die Wirtschaftsförderer Angelika von Bargen und Thomas Becken.
Bilden jetzt ein Team: Die Wirtschaftsförderer Angelika von Bargen und Thomas Becken.

Die 48-Jährige unterstützt ab sofort Thomas Becken bei der Betreuung von Unternehmen. Ihr Projekt ist das neue Gewerbegebiet.

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10. Januar 2018, 12:30 Uhr

„Endlich haben wir Verstärkung in der Wirtschaftsförderung. Aus dem Einzelkämpfer ist ein Tandem geworden.“ Die Erleichterung ist Bürgermeister Volker Hatje anzumerken. Drei Jahre hat er mit Amtsinhaber Thomas Becken für eine zweite Stelle in der Wirtschaftsförderung gekämpft. Jetzt sitzt sie mit am Tisch: Angelika von Bargen, 48 Jahre alt, aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. Ab sofort ist sie das Gesicht des neuen interkommunalen Gewerbegebiets an der A23, Bokhorst, wie es jetzt heißt. Akquise, Marketing, Finanzierung, Vertragsabwicklung – das liegt jetzt alles in der Hand von Angelika von Bargen. Insbesondere Elmshorner und Kölln-Reisieker Firmen sollen hier die Möglichkeit bekommen, sich zu vergrößern.

Gegen 76 Mitbewerber durchgesetzt

Währenddessen bleibt Thomas Becken zuständig für die Bestandspflege, betreut weiterhin die Erweiterungen und Veränderungen der alteingesessenen Elmshorner Unternehmen. Der 64-Jährige will sich außerdem um die zunehmenden Leerstände in der Innenstadt kümmern.

Eine erfahrene Fachkraft hatte die Stadt für die Stelle des zweiten Wirtschaftsförderers gesucht. Und von Bargen kennt sich in dem Metier aus – sonst hätte sie sich auch kaum gegen ihre 76 Mitbewerber durchgesetzt. Einer dieser Bewerber war laut Hatje sogar durch den Extra-3-Beitrag zu „Elmshorn supernormal“ auf die Stelle aufmerksam geworden.

Aber zurück zu Angelika von Bargen: Die Betriebswirtin und Immobilienmaklerin hat 24 Jahre lang bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Flensburg und des Kreises Schleswig-Flensburg gearbeitet, hat Standortsicherung und Entwicklung für Unternehmen vorangetrieben und neue Gewerbeflächen gefunden. Eine Fachfrau im kaufmännischen Bereich und in der Immobilienwirtschaft fehlte noch im Rathaus-Team. Und interkommunale Gewerbegebiete sind nichts Neues für von Bargen, „die gibt es im Norden öfter“, wie sie sagt.

Ihre Fachkompetenz konnte von Bargen bereits unter Beweis stellen. Ihr Bewerbungsgespräch fand im Mai statt, seitdem arbeitete die 48-Jährige bereits einen Tag in der Woche neben ihrem alten Job für die Stadt Elmshorn, nahm an wichtigen Investoren-Gesprächen teil – und das trotz der Pendelei zwischen Schleswig-Flensburg und Elmshorn, die sie auch in Zukunft aufrecht erhalten will.

Im neuen Gewerbegebiet geht es also voran, fast alle Zeichen stehen auf Grün und am 25. Januar sollen auch die Kölln-Reisieker Gemeindevertreter dem interkommunalen Projekt endgültig ihren Segen geben. Von Bargen freut sich auf die Herausforderung. Ab Februar wird sie mit der Politik diskutieren, welche Investorengruppen sich die Stadt im neuen Gewerbegebiet wünscht – und welche nicht. Schließlich betritt die Stadt mit einem Gewerbegebiet auf eigenen Flächen Neuland.


Überzeugungsarbeit in der Politik

Umso mehr freut sich Bürgermeister Hatje darüber, endlich die Verstärkung in der Wirtschaftsförderung zu haben. „Vor allem in der Politik mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten“, sagt Hatje. „Aber schließlich haben auch die Fraktionen eingesehen, dass wir uns als sechstgrößte Stadt in Schleswig-Holstein wirtschaftlich breiter aufstellen müssen– und dass für eine Person diese Aufgabe zu groß ist.“ 

Thomas Becken geht voraussichtlich in eineinhalb Jahren in den Ruhestand. Ob es danach weiterhin zwei Wirtschaftsförderer geben wird, entscheiden Verwaltung und Politik nach der aktuellen Lage, wenn es soweit ist. Hatje ist aber davon überzeugt, dass auch künftig in Elmshorn genug für zwei Wirtschaftsförderer zu tun sein wird – auch in Hinblick auf Investorengespräche für Krückau-Vormstegen.

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