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Brande-Hörnerkirchen : Angebot der Bahn wird attraktiver

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mehr Zughalte, eine Biogasanlage, Brandschutz und die A 20: Viele Projekte sind in den nördlichen Gemeinden geplant.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Die verschiedensten Themen werden 2014 die Bürger der vier Amtsgemeinden im Norden des Kreises Pinneberg beschäftigen. In Westerhorn steht der Bahnhof Dauenhof im Mittelpunk. Die Bahn plant, eine Expresslinie zwischen Hamburg und Kiel einzurichten – samt mehr Zug-Stopps in Westerhorn. „Mit dieser Maßnahme wird sicherlich das Fahrangebot der Bahn für den Haltepunkt Dauenhof attraktiver, was wir grundsätzlich begrüßen“, sagt Bürgermeister Bernd Reimers. Andererseits führe „die Erhöhung der Taktung auch zu mehr Schließzeiten der Schranken, was wiederum den Schadstoffausstoß der wartenden Fahrzeuge vergrößert“.

Erst 2015 dürften die Pläne der Bahn umgesetzt werden, das alte Bahnhofsgebäude abzureißen. Bereits in Teilen montiert ist der Schutzzaun an der Bahnlinie, für den die Anwohner in diesem Sommer medienwirksam protestiert hatten. Die noch fehlenden Abschnitte sollen 2014 folgen.

In Brande-Hörnerkirchen soll endlich das Brandschutzkonzept für die „Tankstelle“ vollendet werden. Vor einem Jahr kaufte das Amt die Gaststätte. Auch die angeschlossene Tennishalle gehört seit Frühjahr 2013 dem Amt. Endgültig vom Tisch scheint der geplante Discountermarkt-Bau, der über Monate hinweg die politischen Debatten im Dorf bestimmt hatte. Sowohl die Netto-Kette als potenzieller Betreiber als auch der Investor sind zwischenzeitlich abgesprungen Obendrein steht die Fläche nicht mehr zur Verfügung, „da das Vorkaufsrecht erloschen ist“, wie Bürgermeister Siegfried Winter erklärt.

In Bokel freuen sich die Sportler, dass der örtliche Bolzplatz erhalten bleibt. 2014 soll sogar das Klubhaus umfassend saniert werden. Weiter vorangetrieben werden soll der geplante Bau einer Biogasanlage, die eine Betreibergemeinschaft auf Bokeler Gebiet errichten möchte.

Das Besondere daran: Die Anlage soll auf Basis von Pferdemist und Rindergülle arbeiten. Lediglich etwa 13 Prozent der Rohstoffe sollen den Plänen gemäß Mais und vier Prozent nasses Gras umfassen. Jüngst stimmten auch die anderen drei Amtsgemeinden der dafür notwendigen Änderung des amtsweiten Flächennutzungsplanes zu.

In Osterhorn hofft man, dass die Klärteiche 2014 nicht wieder zum Problemfall werden. Nachdem jüngst verbotenerweise Milch in die Kläranlage eingeleitet worden war, mussten die Teiche aufwendig gereinigt werden. In Osterhorn sowie Bokel und Westerhorn sollen 2014 die Hauptrohrleitungen der Ortsnetze inspiziert werden. Die sogenannte „Dichtigkeitsprüfung“ steht an und dürfte die Lokalpolitiker aller drei Dörfer über Monate auf Trab halten.

Von einem anderen Thema sind alle vier Amtsgemeinden betroffen. Die A20 und ihr geplanter Trassenverlauf durch das Amt Hörnerkirchen beschäftigten jüngst wieder die Bürger (wir berichteten). Die entscheidenden Fragen: Wird überhaupt gebaut? Und wenn ja wann? Und wo genau? Nun wartet der Norden des Kreises Pinneberg, wie die Politiker in der Landeshauptstadt 2014 entscheiden werden.

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