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Amtsbezirk Hörnerkirchen : Amt Höki hat ein "gutes Polster"

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neujahrsempfang der vier Gemeinden: Kommunen verfügen über Rücklagen in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Seit 2012 laden die vier Gemeinden des Amtsbezirks Hörnerkirchen zu einem gemeinsamen Neujahrsklönschnack ein. Dieses Mal strömten über hundert Gäste in die Gaststätte "Zur Tankstelle" in Brande-Hörnerkirchen. Ein Ort, der mit Bedacht gewählt war. Denn noch vor Jahresfrist drohte die Schließung des Traditionsbetriebes. Erst auf den sprichwörtlich letzten Drücker konnte ein neuer Pächter gefunden werden, und das Haus ging in den Besitz der Gemeinde über.

Kein Wunder also, dass Amtsvorsteher Bernd Reimers der "Tankstelle" in seinem Jahresrückblick den gebührenden Platz einräumte. Die Lokalpolitiker hätten "lange überlegt, ob dieser Schritt gemacht werden solle", so Reimers. Doch letztlich bilde die "Tankstelle" einen wichtigen Fixpunkt im Ortskern.

Erfolgreich waren die Politiker auch bei ihrem Kampf um den Erhalt der Polizeistation in Hörnerkirchen. Der Wache drohte das Aus, nicht zuletzt, weil sich "Dorfsheriff" Klaus Dibbern im April in den Ruhestand verabschiedet. Doch nun soll eine Zwei-Mann-Polizeistation aufgebaut werden, die zumindest mittelfristig gesichert scheint. Für die "Enklave" Hörnerkirchen sei das eine ausgesprochen positive Entscheidung, betonte Reimers. Nicht mehr abwendbar war hingegen die Schließung der örtlichen Sparkassen-Filiale. Am 15. Januar bereits wird das Geldinstitut in Hörnerkirchen seine Zelte abbrechen. Nicht einmal ein EC-Automat soll dann noch im äußersten Norden des Kreises Pinneberg erhalten bleiben. Dafür habe die Volksbank zugesichert, dass sie Höki die Treue halten wolle und sogar den Standort ausbauen wolle. Reimers versprach, für die Bank zukünftig eifrig die Werbetrommel rühren zu wollen.

Ein Dauerthema bleibt der Breitbandausbau, der die Amtsdörfer Bokel, Brande-Hörnerkirchen, Oster- und Westerhorn schon seit langem beschäftigt. Aktuell seien noch zwei potenzielle Anbieter im Rennen, so Reimers. "Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren." Wenn das Projekt weiter vorangeschritten ist, soll es in allen vier Dörfern gesondert vorgestellt werden. Fest steht schon jetzt, dass rund 95 Prozent aller Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. Damit sich der finanzielle Kraftakt lohnt, müsste die Anschlussquote bei minimal 60 Prozent aller Haushalte liegen.

Abschließend ging Reimers noch kurz auf die finanzielle Situation seines Amtes ein. Amt und Gemeinden würden derzeit über Rücklagen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro verfügen. Das sei ein "gutes und notwendiges Polster" angesichts der bevorstehenden Investitionen. Unter anderem stehen in drei Dörfern im gerade begonnenen Jahr noch die Kanalprüfungen an. Am Ende seines Ausblicks bedankte sich Hörnerkirchens Amtsvorsteher bei allen Ehrenamtlern, deren "Arbeit für die Bürger nicht selbstverständlich" sei. Den Einwohnern des Amtes wünschte Reimers "viel Erfolg für 2014".

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