Elmshorn : Am Uhlenhorst rollen die Bagger an

So soll es am Uhlenhorst in Zukunft aussehen: Die Simulation zeigt die geplanten „smart ideenhäuser“.
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So soll es am Uhlenhorst in Zukunft aussehen: Die Simulation zeigt die geplanten „smart ideenhäuser“.

Startschuss für 13-Millionen-Euro-Projekt: Adlershorst errichtet drei „smart ideenhäuser“ mit insgesamt 84 Wohnungen.

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10. September 2015, 16:00 Uhr

Elmshorn | Seit Ende 2014 lag die Fläche brach. Jetzt geht’s los: Am Uhlenhorst in Elmshorn lässt die Baugenossenschaft Adlershorst drei neue Mehrfamilienhäuser errichten. Dabei wird es sich vor allem um Sozialwohnungen handeln. 72 der insgesamt 84 Wohnungen können nur mit Wohnberechtigungsschein angemietet werden. „Seit Jahren sinkt in Deutschland die Zahl der Sozialwohnungen. Dennoch wird es immer Haushalte geben, die sich aufgrund ihrer Einkommenssituation keine Wohnung auf dem freien Markt leisten können. Im Selbstverständnis und in der Tradition unserer Wohnungsbaugenossenschaft erfüllen wir unseren gesellschaftlichen Auftrag und schaffen Wohnraum zu angemessenen Mieten“, sagte Uwe Wirries, Vorstandssprecher der Adlershorst gestern beim Pressetermin am Uhlenhorst.

Die Genossenschaft lässt dort drei so genannte „smart ideenhäuser“ errichten. Das Konzept der Adlershorst steht für modernen und hochwertigen Wohnraum im öffentlich geförderten Wohnungsbau und wurde erstmals von der Genossenschaft 2012 in der Reeperbahn in Elmshorn umgesetzt. Hier sind in dem Gebäude 34 Wohnungen untergebracht. Von den geplanten drei Neubauten am Uhlenhorst sollen die ersten beiden schon im Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sein. Das dritte soll möglichst schnell folgen. Dazu muss Adlershorst aber erst noch einen alten Wohnblock abreißen. Vorstandschef Wirries hofft, dass man sich bis Ende des Jahres mit den Mietern über Lösungen einigen kann. „Die Gespräche laufen und ich bin zuversichtlich“, so Wirries. Mit Protesten, wie im Vorfeld des Abrisses der ersten beiden von insgesamt sieben alten Wohnblöcken aus den 1950er-Jahren, rechnet er nicht.

Sie „smart ideenhäuser“ werden mit einem KfW-Standard von 55 errichtet, das heißt, sie weisen einen besonders niedrigen Energieverbrauch auf. Alle drei Gebäude werden baugleich Platz für jeweils 28 Wohnungen mit Flächen zwischen 50 und 84 Quadratmetern bieten. Die Ausstattungen der Wohnungen umfassen moderne hochwertige Bäder, Fußbodenbeläge in Holzoptik sowie moderne Einbauküchen. Die Nettokaltmiete für die 72 Sozialwohnungen beträgt 5,65 Euro pro Quadratmeter.

13 Millionen Euro fließen in das Bauprojekt am Uhlenhorst. Darin enthalten ist neben den drei Mehrfamilienhäusern auch eine Parkpalette. „Das war der Wunsch der Stadt. Dies wird für eine Entlastung der Verkehrs- und Parksituation in diesem Quartier sorgen“, sagte Wirries.

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