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Elmshorner Nachrichten

18. August 2017 | 13:33 Uhr

Alter Benz auf große Fahrt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Rallye Vater-Sohn-Gespann bei der Charity-Tour

Am 17. Juni startet in Hamburg die „Baltic Sea Circle“-Charity-Rallye. 250 Teams gehen in der Hansestadt ins Rennen – darunter auch ein Vater-Sohn-Gespann aus Sparrieshoop. Andreas Müller hat seinem Sohn Maximilian die Tour zum bestandenen Abitur geschenkt. Komplettiert wird das Team von „Schrauber“ Christian Müller, der derzeit den alten Mercedes 200 D auf Vordermann bringt, mit dem Andreas und Maximilian die Strecke durch Skandinavien, Russland, das Baltikum und Polen in Angriff nehmen wollen.

Bis rauf zum Nordkap soll der Benz Baujahr 1991 das Duo fahren. Ohne Navi, und unter Umgehung sämtlicher Autobahnen. Das sind zwei der Vorgaben, die es bei der Baltic-Rallye zu beachten gibt. Wobei schummeln natürlich nicht so schwer wäre, schließlich verfügt heutzutage jedes bessere Smartphone über ein Navi. „Aber das ist eine Sache der Ehre, dass das nicht benutzt wird“, sagt Andreas Müller, der hauptberuflich als Berater im Softwarebereich arbeitet. Noch wichtiger sei bei der Tour der Charity-Gedanke. „Alle Teams müssen fünf Spendenpartner finden.“ 750 Euro seien dabei das Minimum. Hinzu kämen 850 Euro an Startgeld. Im vergangenen Jahr kamen so insgesamt 386  000 Euro für den guten Zweck zusammen.

Die Müllers gehen als Team Nummer 199 an den Start. Rund 7500 Kilometer wollen sie mit ihrem Mercedes 200 D bewältigen. „Die Autos, die an der Rallye teilnehmen, sollten nicht mehr kosten als 2000 Euro“, erklärt Andreas Müller. Wer mit einem wertvolleren Wagen vorfährt, müsse Zusatzgebühren zahlen. 127  000 Kilometer hat der Benz der Müllers auf dem Tacho. Vergleichsweise wenig. „Das Auto kommt von einem Kumpel, dessen Mutter es gefahren hat.“ Nach deren Tod habe es in der Garage gestanden. Bis vor zwei Jahren die Idee der Rallye-Teilnahme geboren worden sei.

„Elfriede“ heiß der Mercedes nach seiner ursprünglichen Besitzerin. Das Team der Müllers nennt sich „Elchfriede“ – ein Mix aus Namen und dem Verlauf der Baltic-Tour. Unter www.elchfriede.com wollen die Hobby-Rallye-Piloten ihre Fans auf dem Laufenden halten. Unter anderem über den genauen Tourverlauf. Von Hamburg geht es gen Fehmarn und rüber nach Dänemark und Schweden. Von Skandinavinen geht es nach Russland und in die baltischen Staaten, ehe man den Rückweg über Polen antritt.

Ein gewaltiger Trip also für einen alten Benz. Entsprechend gründlich ist Schrauber Christian Müller dabei, letzte Macken auszumerzen. Während der Tour kann er nicht helfen. „Ich fahre nicht mit“, erklärt er. Fahrer und Lotse machen sich allein auf den Weg. Wobei noch nicht ganz klar ist, wer welchen Part übernehmen wird. „Fahren ist natürlich spannender“, sagt Maximilian. Für die Müllers ist es übrigens die erste Teilnahme an der Charity-Rallye. Die Spender werden sie im wahrsten Wortsinn immer im Gepäck dabei haben. „Die werden alle auf dem Kofferraum mit Aufklebern verewigt“, sagt Andreas Müller.


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erstellt am 01.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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