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Elmshorner Nachrichten

22. Oktober 2017 | 16:10 Uhr

Alter Bekannter im neuen Sozialamt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtverwaltung Ralf Behn leitet das neu geschaffene Amt in Elmshorn / Er arbeitet bereits seit über 20 Jahren für die Stadt

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Eigentlich war es der Traum von Ralf Behn, einmal den Sieg des HSV über Bayern München zu moderieren. Eher durch Zufall verschlug es den Seeth-Ekholter nach dem Abitur aber in die Kreisverwaltung Pinneberg, wo er von 1992 bis 1995 ein duales Studium machte. „Aus dem Bekanntenkreis kam damals der Hinweis, das könne etwas für mich sein“, erzählt der heute 45-Jährige. „Und ich habe Glück gehabt und immer unglaublich viel Spaß an dem gehabt, was ich tue.“

Das hat ihn auf ziemlich direktem Weg in den Posten des neuen Amtsleiters in der Elmshorner Stadtverwaltung gebracht. Weil das Amt für Bürgerbelange aufgrund der Flüchtlingssituation aus allen Nähten platzt, hat die Stadt die Aufgaben auf zwei Ämter verteilt (wir berichteten). Ralf Behn ist der neue Leiter des Amtes für Soziales. Damit ist er vor allem für Flüchtlingsangelegenheiten, aber zum Beispiel auch für die Gewährung von Sozialhilfe verantwortlich.

Für den Vater zweier kleiner Töchter ist dieser Bereich nicht neu. Nach seiner Ausbildung beim Kreis hat er zehn Jahre lang als Sachbearbeiter im damals schon einmal existierenden Elmshorner Sozialamt gearbeitet. Während dieser Zeit konnte Behn viel Praxiserfahrung sammeln. „Ich habe tausende Anträge bearbeitet, unzählige Leistungen gewährt und Fälle bearbeitet.“

Anschließend wurde Ralf Behn von der Stadt für zehn Jahre zum heutigen Jobcenter, der damaligen „ARGE“, abgeordnet und war dort später als Fachbereichsleiter für die Markt-Integration und die Beratung von Arbeitslosen verantwortlich. Im vergangenen Jahr kehrte Behn zurück in seine alte Wirkungsstätte, zur Stadtverwaltung Elmshorn, wo er als Projektleiter bereits im Bereich Flüchtlinge arbeitete.

Für Stadtrat Dirk Moritz ist Ralf Behn mit seiner praktischen Erfahrung, seinem profunden Fachwissen und seinen Führungsqualitäten ein echter Glücksfall. „Er weiß einfach, wie die Dinge laufen“, sagt Moritz. In dem Dreivierteljahr, in dem Behn vor seiner Beförderung in der Verwaltung gearbeitet hat, sei die Zusammenarbeit sehr gut und eng gewesen.

Als große Herausforderung sieht Ralf Behn die kommende Zeit als Amtsleiter. Martina Sözen, die vorherige und aktuelle Leiterin des Amtes für Bürgerbelange, habe sehr gute Arbeit geleistet. „Ich wäre froh, wenn ich das ebenso gut machen würde“, sagt Behn. In der kommenden Zeit wird sich Behn viel mit der Flüchtlings-Situation auseinandersetzen müssen. „Zwar haben wir nicht mehr so viele Neuankömmlinge wie im vergangenen Jahr zu versorgen. Aber es ist eine große Aufgabe, aus Fremden Elmshorner zu machen“, sagt Behn. Dabei arbeitet er eng mit Elmshorner Gruppen, wie zum Beispiel dem Willkommensteam, zusammen. „Unterbringung, Sprache und Arbeit sind da ganz wichtige Themen.“

Abgesehen davon, gibt es in einem neuen Amt natürlich auch viele Abläufe, die in die Wege geleitet werden müssen. Dazu gehört die Einführung neuer Briefköpfe ebenso wie die Klärung vom Personalfragen. Uner anderem geht es auch um die Position der Integrationsbeauftragten, die derzeit vakant ist. „Voraussichtlich werden wir diese Stelle ins neue Amt integrieren, statt sie wie bisher als Stabsstelle weiterlaufen zu lassen“, sagt Moritz.

Bleibt zu hoffen, dass Ralf Behn weiterhin Zeit zum Fußballspielen bei seinem Verein Gencler Birligi findet – und wenn dann doch irgendwann der Sieg des HSV über Bayern München ansteht, ist Behn auf jeden Fall bereit.

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