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Freiwillige Feuerwehr : Altenmoor ist ausgezeichnet

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Lohn der anstrengenden Arbeit: Brandbekämpfer erreichen die höchste Auszeichnung des Roten Hahns.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Es ist geschafft: Die Freiwillige Feuerwehr Altenmoor hat als erste Wehr im Amtsbereich Horst-Herzhorn und als zweite im Kreis Steinburg die Leistungsprüfung „Roter Hahn – fünfter Stern“ (höchster Schwierigkeitsgrad) bestanden. Die Freude war bei den Kameradinnen und Kameraden groß, als Prüfungskommissionsleiter Hans Günter Wichelmann vom Feuerwehrkreisverband Plön das Ergebnis bekanntgab und die Urkunde an Wehrführer Siegfried Braatz überreichte.

Bis es soweit war, hatten die Altenmoorer Blauröcke einen anstrengenden Tag. Die Leistungsprüfung begann mit dem Antreten, Inspektion der Ausgehuniform und anschließendem Marschieren, auch die Kenntnisse in Sachen Knoten und Stiche wurden abgefragt. Ein großes Lob erhielt der Sicherheitsbeauftragte Christian Bork, der über sicherheitsrelevante Themen im Feuerwehrdienst referierte.

Dann hieß es in Einsatzkleidung antreten. Zwischendurch begutachtete die Prüfungskommission auch das Einsatzfahrzeug der Wehr. „Das ist hervorragend gepflegt, sollte aber aufgrund des hohen Alters in absehbarer Zeit ausgetauscht werden“, meinte Hans Günter Wichelmann.

Die praktischen Fähigkeiten der Altenmoorer Wehr wurden im zweiten Teil der Prüfung überprüft. Und hier hatten die knapp 30 Feuerwehrleute einiges zu leisten. Zunächst ging es darum, einen Brand in einer Scheune zu löschen und dabei eine vermisste Person zu finden. Knapp zehn Minuten nach der Alarmierung hieß es „Wasser marsch“. Im Verlauf der Übung kam erschwerend hinzu, dass ein eigener Kamerad, der unter Atemschutz in die verräucherte Scheune auf Personensuche gegangen war, aufgrund eines Schwächeanfalls selbst gerettet werden musste. Zudem schlugen die Flammen durch die hintere Wand der Scheune, eine zusätzliche Schlauchleitung musste gelegt werden.

In einer weiteren Übung mussten die Feuerwehrleute technische Hilfe leisten und eine Person aus einem Fahrzeug retten. Außerdem galt es, eine Person per Leiterhebel aus dem Obergeschoss eines Hauses sicher zum Erdboden zu bringen. Und schließlich wurde das Kuppeln an der Tragkraftspritze überprüft. Nach rund vier Stunden waren alle Aufgaben abgearbeitet und die Kommission kam zu einem positiven Ergebnis. „Wir haben eine sehr gute Leistung gesehen“, lobte Kommissionsleiter Wichelmann die Wehr.

Altenmoors Bürgermeister Wolfgang Borchert-Koschany, der wie der stellvertretende Amtsvorsteher Peter Mohr, Amtswehrführer Wolfgang Krause und viele Vertreter der Nachbarwehren der Prüfung beiwohnte, war begeistert. „Ich bin stolz auf unsere Wehr. Das war beispielhaft. Die Anstrengungen haben sich gelohnt“, lobte Borchert-Koschany.

Auch Wehrführer Siegfried Braatz bedankte sich bei seinen Kameraden. „Wir werden diesen Erfolg sacken lassen und uns um die Ersatzbeschaffung für unser Fahrzeug kümmern“, so der Wehrführer. Erste Gespräche wurden bereits mit der Gemeindevertretung geführt. Bislang hat diese 90 000 Euro in Aussicht gestellt.


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