30 Aussteller an 28 Ständen : Alles für Körper und Geist bei der Elmshorner Sportmesse

Nick Gurr lud zur Breakdanceparty in die Sporthalle.
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Nick Gurr lud zur Breakdanceparty in die Sporthalle.

2500 Besucher haben die Messe für Sport, Gesundheit und Ernährung in der Elmshorner Leibniz Privatschule besucht.

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15. Januar 2018, 16:30 Uhr

Elmshorn | „Versucht einfach, mit der Wange auf den Boden zu kommen.“ Damit meinte Trainer Nick Gurr allerdings nicht hinlegen, sondern sein Körper ruhte auf den Händen, die Ellenbogen auf den Knien, auf einer Seite kippt die ganze wacklige Konstruktion, so dass das Gesicht den Hallenboden berührt. Gut sieht dieser „Freeze“, so der Fachausdruck, erst aus, wenn er in einen Tanz zu lauter, rhythmuslastiger Musik eingebaut wird: Breakdance. Zur Breakdanceparty lud Trainer Gurr am Sonnabend junge Besucher der Sportmesse an der Leibniz Privatschule.

Insgesamt 30 Aussteller an 28 Ständen, sechs Stunden Bühnenprogramm und diverse praktische Übungen und Vorführungen in der Sporthalle: Das waren die Eckdaten der ersten Elmshorner Messe für Sport, Gesundheit und Ernährung, so der korrekte Titel der Veranstaltung. Für die Organisation zeichnete Daniele Cibin verantwortlich, als IT- und Verwaltungskraft sowohl in der Schule als auch im angedockten Leibniz Sportklub beschäftigt. „Schön wären 2000“ hatte er seine Hoffnung für den Zulauf bei der Premiere noch morgens formuliert, am Abend freute sich ein müder Organisator über rund 2500 Gäste: „ein Erfolg“.

„Das ist purer Luxus, den Atem zu beobachten“, machte Susanne Junge den acht Frauen deutlich, die mit geschlossenen Augen vor ihr saßen: „Du bist ganz im Jetzt.“ Junge ist selbständige Yogalehrerin und gab eine kleine Probestunde in der kleinen Gymnastikhalle.

Im Foyer der Privatschule stand währenddessen Adelheid Haritz aus Elmshorn auf einer vibrierenden Platte und absolvierte ein paar einfache Übungen. „Man fühlt sich gleich etwas jünger“, sagte die 81-Jährige lachend, während Trainer Norman Maaß erklärte, wie gut das „Galileo-Training“ fürs Gleichgewicht sei.
Zwischendurch hopste zu Trommelklängen ein Drache durchs Foyer: Die Kung-Fu-Schule erinnerte ans chinesische Neujahrsfest, bevor sie auf der Bühne einzeln und in Gruppen vorführte, warum die fernöstlichen Kampftechniken als „Kunst“ bezeichnet werden.

Tania Simon (rechts) erzählte Anke Potschien aus Bokholt-Hanredder (links) und Ingrid Eisengarten aus Heist von der ayurvedischen Küche.
Jann Roolfs
Tania Simon (rechts) erzählte Anke Potschien aus Bokholt-Hanredder (links) und Ingrid Eisengarten aus Heist von der ayurvedischen Küche.
 

In der Mensa strampelte inzwischen Claudia „Floh“ Weiß vom SV Lieth aus Klein Nordende auf einem Hometrainer und trug dabei eine Atemmaske. Eine Viertelstunde, dann habe sie mit dieser Methode drei Tests auf einmal absolviert, erklärte Olaf Rex, Leiter des Gesundheitsstudios des SV Lieth: Leistungs-, Fettstoffwechsel- und Ruheumsatztest. „Das ist die Basis für jede Ernährungsberatung“, versicherte Rex. Ein paar Stände weiter brutzelte es. „Ganz lecker“ schwärmte Besucherin Anke Potschien aus Bokholt-Hanredder von Kichererbsentalern mit Ingwer-Apfel-Chutney: „Kein Zucker, also auch noch gesund!“ „Was es alles gibt“, staunte Ingrid Eisengarten aus Heist über Tania Simons ayurvedische Kochkurse, aus denen das Rezept stammte. Tania Simon freute sich schon morgens über üppige Resonanz: „Ich komme kaum hinterher“.

Gleich zwei Tanzklubs waren vertreten, Ruder- und Segelverein, Sportstudios, Krankenkasse, Ernährungsberaterin, Rennrad-Laden, Taucher, Sportvereine. Die 20 Baseballer des SV Holsatia waren fast alle gekommen, um Nachwuchs zu werben. Zumba und Boxen konnten in der Sporthalle ausprobiert werden.

Und wer sich vom Angebot überfordert fühlte, konnte beim Entspannungspädagogen Michael Jungclaus erfahren, wie beim Zenbo-Training – einer Kombination aus vielen Techniken, unter anderen Meditation, Yoga und autogenes Training – Stress abgebaut wird.

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