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Hochhaus soll Seniorensitz werden : "Alle sind froh, dass jemand die Sache anpackt"

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje und Kibek-Chef Frank Sachau begrüßen den Verkauf des Kibek-Hochhauses.

"Ein lachendes und ein weinendes Auge" – so sieht Kibek-Besitzer Frank Sachau, Chef des größten Teppich-Hauses in Deutschland, den Verkauf seines Hochhauses an der Elmshorner Reichenstraße. Immerhin war das Gebäude, das 1959 eingeweiht wurde, viele Jahre Stammsitz des Unternehmens. "Da steckt Tradition drin, doch wirtschaftlich war der Verkauf einfach sinnvoll", sagt Frank Sachau. Seit 2006 steht seine Firmenzentrale am Elmshorner Ramskamp.

Unternehmer Sachau ist sicher, dass die Sanierung des Hochhauses und die geplanten Neubauten bei der Firma Semmelhaack in guten Händen sind. "Das Angebot von Semmelhaack war das Beste. Und die Firma ist in der Region zuhause, das passt", sagt Sachau. Nicht von dem Verkauf betroffen sind die so genannten Knechtschen Hallen. Die Backsteinbauten (ehemaliges Kibek-Zentrallager), die ebenfalls Sachau gehören, grenzen an das jetzt von Semmelhaack erworbene Gebäudeensemble. Was aus dem Komplex wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch ist auch eine Nutzung als Kulturstätte.

Für Elmshorns neuen Bürgermeister Volker Hatje ist die Entwicklung um das Kibek-Hochhaus das erste "Highlight" seiner Amtszeit. "Die Verhandlungen liefen mehr als ein Jahr und die Stadt war eingebunden", sagt Hatje. Ursprünglich, so der Verwaltungs-Chef, hatten die Planer des Braunschweiger Architektenbüros Schneider+Sendelbach fünf Konzepte für Sanierung und Bebauung vorgestellt. Zwei sind weiter im Gespräch.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass auch die Politiker bei der Umsetzung des Vorhabens mitspielen. Hatje: "Alle sind froh, dass jemand die Sache anpackt. Die Verwaltung, Kibek und Semmelhaack haben gut zusammengearbeitet."

Das soll so bleiben, denn es gibt noch eine Menge Arbeit. Experten müssen die Planungsvarianten weiterentwickeln, sowie Verkehrs- und Baugutachten erstellen. Während der Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung am 23. Januar werden die Pläne den Politikern vorgestellt. Sie müssen auch der Änderung des Bebauungsplanes zustimmen, denn bislang war auf dem Kibek-Gelände an der Reichen-straße Wohnbebauung nicht möglich. "Die Neugestaltung soll zum Stadtbild passen. Ich gehe davon aus, das bis Ende 2014 die Voraussetzungen für eine Bebauung vorliegen", so Volker Hatje.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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