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Eine hilfreiche Ergänzung : Aktionstag zum Thema Selbsthilfe

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Insgesamt 29 Gruppen haben sich beim Elmshorner Selbsthilfetag präsentiert. Vorträge über Demenz und Schlaganfall.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | In Deutschland gibt es etwa 100.000 Selbsthilfegruppen, auf die sich insgesamt 3,5 Millionen Betroffene verteilen. Im Kreis Pinneberg sind es 140 Gruppen, von denen 29 an der Veranstaltung „Gemeinsam – nicht einsam“ der Selbsthilfe Elmshorn in Kooperation mit dem örtlichen Region Klinikum teilnahmen. Während die Gruppen Einblick in ihre Arbeit boten und die interessierten Besucher umfassend informierten, referierten Vertreter des Medizin-Forums zum Thema „Demenz, Schlaganfall und Fußchirurgie“. Vor der Cafeteria und auf dem Parkplatz der Nephrologie fanden zahlreiche Aktionen statt.

An der Eröffnung der Veranstaltung in der Cafeteria nahmen außer Vertretern der Selbsthilfegruppen unter anderem auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Bürgermeister Volker Hatje, die kaufmännische Leiterin des Klinikums, Regina Hein, Kerstin Kreuzhage von der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe und der Koordinator der Selbsthilfe Elmshorn, Otto Rump, teil. Sie alle hoben in ihren Redebeiträgen die Bedeutung der Selbsthilfegruppen hervor, die einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung, Information und Erfahrungsaustausch leisten.

Bereits das achte Mal beim Selbsthilfetag mit dabei war Tiemann. Er wolle mit seiner Anwesenheit ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung setzen für diejenigen, die einst die Grundlage für den Erfolg der Selbsthilfegruppen gelegt hätten, erklärte er. Ebenso für alle, die dazu betrügen, dass diese großartige Veranstaltung immer wieder auf die Beine gestellt werden könne. In diesem Zusammenhang nannte Tiemann Rump, der 2011 für sein unermüdliches Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, sowie Kerstin Kreuzhage von der Zentralen Kontaktstelle im DRK-Kreisverband. „Die hier vertretenen Gruppen haben vielen Erkrankten und deren Angehörigen geholfen, ihnen Informationen zugänglich gemacht und neue Perspektiven aufgezeigt“, so der Kreispräsident.

Kürzer als sein Vorredner fasste sich Bürgermeister Hatje, der die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in den Mittelpunkt stellte: „Wir brauchen Unterstützung – gerade im Gesundheitsbereich, wo es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern auch um vielfältige zusätzliche Unterstützung geht.“ Die 29 Gruppen, angefangen vom Elmshorner Spendenparlament über Chronischer Schmerz, Diabetes, Krebs und Muskelerkrankungen bis hin zu Trauer und Suizidhinterbliebene, präsentierten sich beim Selbsthilfetag mit ihren Informationsständen in der Cafeteria sowie davor.

Der Wünsche-Wagen

Die Besucher konnten sich mit ihren Fragen auch persönlich an die Vertreter der Gruppen wenden. Vor der Cafeteria und auf dem Parkplatz der Nephrologie fanden zahlreiche Aktionen statt wie beispielsweise Venendruck- und Blutzuckermessungen (Flora-Zentrum), Demenz-Parcour (Alzheimer-Gesellschaft) und Rauschbrillen-Parcours (Guttempler). Interessant für die Besucher waren auch der Wünsche-Wagen des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Rettungswagen der Rettungs Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH). Großen Anklang fanden die Referate zu den Themen „Demenz und ihre Bedeutung für pflegende Angehörige“ (Dr. Andrea Mühlpfordt), „Schlaganfall – Was ist passiert?“ (Oberarzt Henning Clausen)und „Hallux valgus“ (Fachärztin Claudia Scheiber), die in der Cafeteria gehalten wurden.

Birte Hoop, Leiterin des Gesprächskreises für Muskelkranke in Rellingen, erhoffte sich von der Teilnahme am Selbsthilfetag mehr Aufmerksamkeit für die Gesellschaft für Muskelkranke (DMS) beziehungsweise für ihre Gruppe. Sie möchte Betroffene dazu ermutigen, Kontakt mit ihr aufzunehmen und sich vielleicht dem Gesprächskreis anzuschließen. „Die Mehrzahl der Betroffenen denkt gar nicht an die Möglichkeit der Selbsthilfegruppen“, erklärt sie. „Deshalb ist es wichtig, mit der Gruppe auch an die Öffentlichkeit zu gehen und sich darzustellen.

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