Brandkrustenpilz in Elmshorn : Aggressiver Pilz: Linden müssen weg

Nicht immer sofort zu entdecken, aber für die Bäume extrem gefährlich: Der Brandkrustenpilz. In der Wrangelpromenade sind vier Linden befallen.
1 von 3
Nicht immer sofort zu entdecken, aber für die Bäume extrem gefährlich: Der Brandkrustenpilz. In der Wrangelpromenade sind vier Linden befallen.

Vier Bäume in der Wrangelpromenade werden Mittwoch und Donnerstag gefällt.

shz.de von
22. Juli 2015, 14:30 Uhr

Elmshorn | Sie sehen schön aus, die Bäume in der Elmshorner Wrangelpromenade. Die Straße könnte auch Lindenallee heißen. Denn dort stehen in Reih und Glied etliche Linden, jede um die 60 Jahre alt. Doch vier von ihnen müssen Donnerstag oder Freitag weichen. Sie sind von einem Pilz befallen. Und deshalb werden sie gefällt.

Bei dem Pilz handelt es sich um den Brandkrustenpilz. Ein aggressiver und hinterhältiger Bursche. Der Pilz beginnt in der Regel den Baum an der Wurzel anzugreifen, wie Thomas Miller Landschaftsgärtnermeister der Stadt Elmshorn, weiß. Er stelle eine der „gefährlichsten Pilzarten an Straßen- und Parkbäumen dar“.

Der Pilz zerstört den Baum nach und nach von innen. Das besondere Problem: Die im äußeren Teil des Baumes stattfindende Wasser- und Nährstoffversorgung ist noch längere Zeit möglich, auch wenn der Baum bereits stark vom Pilz befallen ist. Deshalb sehen die Bäume meist noch vital und gesund aus, wenngleich sie schon schwer geschädigt sind. Bei einem Sturm ist die Gefahr groß, dass der geschädigte Baum umgeknickt wird und Menschen zu Schaden kommen. Ein Baum ist in den vergangenen Wochen bereits umgestürzt.

Vier der vielen Linden in der Wrangelpromenade sind von dem Brandkrustenpilz befallen. Deshalb rücken in dieser Woche Fachleute mit Kettensägen an. „Der Boden wird anschließend großzügig ausgekoffert“, sagt Miller. Danach werden wieder Bäume gepflanzt. Linden, natürlich. Dennoch wird die Straße weiter Wrangelpromenade heißen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen