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Lieferdienst : Ärgerlich: Zusteller wirft Paket in die Mülltonne

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wochenlang wartete ein Elmshorner auf ein wichtiges Paket und fand es dann zufällig im Müllbehälter vor der Haustür.

Elmshorn | Wochenlang hatte der Elmshorner Hans-Jürgen Tank auf ein Paket gewartet, nun fand er es an einer ungewöhnlichen Stelle: im Mülleimer vor seiner Haustür. Seine Lieferung, ein medizinisches Hilfsprodukt, hatte die Paketlieferfirma DPD ohne Absprache dort abgelegt. „Das regt mich dermaßen auf. Ich verstehe es einfach nicht. Die bekommen Geld für ihre Arbeit, dann müssen sie ihre Arbeit auch vernünftig leisten“, sagt er.

Vergangene Woche hatte Tank eines Abends gegen 18 Uhr seinen Briefkasten kontrolliert. Purer Zufall, wie er sagt, denn nach 14 Uhr seien Briefträger und Zeitungsausträger normalerweise schon durch und er schaue nicht mehr in den Briefkasten. Nun aber fand er eine Karte von der  Auslieferfirma DPD mit dem Hinweis „Ein Paket in Mültone“. Tank kontrollierte seine Papiertonne und fand die Lieferung schließlich unter einem Stapel Zeitungen, die er zuvor, ohne auf das Paket zu achten, in die Tonne geworfen hatte. „Kommt ja niemand auf die Idee, dass dort was anderes als Müll drin ist.“ Besonders ärgert ihn, dass die Tonne am nächsten Tag hatte geleert werden können und das Paket, hätte er nicht zufällig in den Briefkasten geschaut, im Müllwagen verschwunden wäre. „Wenn der Auslieferer sich Mühe gegeben hätte, hätte er es beim Nachbar abgegeben“, sagt Tank, der in einer Wohngegend im Süden der Stadt lebt, wo die Nachbarn  füreinander Lieferungen annehmen.

Auch die DPD sieht mangelnde Sorgfalt bei ihrem Mitarbeiter als Grund für die Ablage in der Mülltonne. „Für DPD ist dieses Verhalten  absolut inakzeptabel und nicht entschuldbar. Ohne Zuverlässigkeit und gewissenhaftes Arbeiten ist eine Tätigkeit als Paketzusteller nicht denkbar“, schreibt Felix Ebert aus der Presseabteilung von DPD in einer Stellungnahme zu dem Fall. Der zuständige Auslieferer sei abgemahnt worden und werde eine Nachschulung erhalten, schreibt die Auslieferungsfirma.

Konsequenzen zieht auch Paketempfänger Tank aus dem Fall. „In Zukunft werde ich die Mülltonne öfter kontrollieren“, sagt er.

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erstellt am 19.Mai.2017 | 11:30 Uhr

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