4. Dezember : Adventskalender für Elmshorn: Blüten der Hoffnung

Am 4. Dezember ist der Hoffnungsstern bei diesem Elmshorner Gebäude zu finden.

Am 4. Dezember ist der Hoffnungsstern bei diesem Elmshorner Gebäude zu finden.

Jeden Tag ein Fenster öffnen und den Stern finden. Die Aktion der Elmshorner Kirchengemeinden will den Menschen Hoffnung machen.

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04. Dezember 2020, 06:00 Uhr

Elmshorn | 24 Hoffnungsfenster für  Elmshorn: Jeden Tag öffnen Sie eines, bis zum 24. Dezember, dem Heiligen Abend. Ein Hoffnungstern wandert dabei durch die Stadt. Lesen Sie den Text, betrachten Sie das Bild  – und finden Sie Ihren Stern. Online finden Sie den Advenstkalender unter www.hoffnungsfenster.de

Als Kinder haben wir am 4. Dezember von dem mächtigen Kirschbaum im Garten Zweige geschnitten. Jedes Jahr warteten wir darauf, dass sie zu Weihnachten blühten. Diese Tradition der geschnittenen Zweige erinnert an die Tochter eines reichen Kaufmanns, die um 300 nach Christus lebte und Barbara hieß.

Christen wurden verfolgt

Das Christentum war noch keine offizielle Religion und die Christen wurden verfolgt. Als der Vater erfuhr, dass seine Tochter sich der neuen Religion angeschlossen hatte, war er entsetzt und ließ Barbara ins Gefängnis werfen. Auf dem Weg in den mächtigen Turm verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid.

Diesen stellte sie in ihren Trinkbecher. Schließlich wurde Barbara zum Tode verurteilt. An jenem Tage blühte der Kirschzweig auf. Im Vertrauen auf die Verheißung, dass dem irdischen Leben ein ewiges Leben folgt und die aufbrechenden Knospen vor Augen, ging Barbara gestärkt und hoffnungsfroh ihren Weg.

Ein neuer Baum

Inzwischen steht der große Kirschbaum nicht mehr im Garten meiner Eltern. Stattdessen wächst am Grundstücksrand ein neuer Kirschbaum, erwachsen aus den Kirschkernen meiner Kindertage. Neues Leben ist aufgegangen.

Unbeschwerte „Blütezeiten“

In diesem Jahr habe ich das Gefühl, selbst in einem Turm – Corona – gefangen zu sein. Doch ich vertraue darauf, dass wir diese Epidemie durchstehen und auch wieder unbeschwerte „Blütezeiten“ kommen. Daran kann mich ein Blumenstrauß oder – für Menschen mit mehr Geduld – ein Barbarazweig erinnern und Hoffnung schenken.

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