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„Der Druck aus Hamburg ist da“ : Adlershorst-Vorstand lobt Elmshorn als attraktiven Wohnort

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Nachfrage aus der Metropole wächst. Das Unternehmen investiert deshalb Millionen.

Elmshorn | Knapp 800 neue Wohneinheiten bis 2018 – Elmshorn boomt. Doch was lockt die Menschen an? Was macht die Stadt so attraktiv für Neubürger und damit für Investoren? Uwe Wirries muss es wissen. Die von ihm geführte Baugenossenschaft investiert Millionen in den Standort. Adlershorst gehört mit einem Bestand von etwa 1500 Wohnungen zu den größten Vermietern in der Stadt. Unsere Zeitung traf den Vorstandssprecher auf einer Großbaustelle an der Straße Uhlenhorst. Dort lässt Adlershorst derzeit drei Mehrfamilienhäuser errichten. Elf Millionen Euro investiert die Genossenschaft in die 84 neuen Wohnungen.

„Elmshorn hat viel zu bieten. Die Menschen sollten stolz auf ihre Stadt sein“, sagt Uwe Wirries. Er wundere sich immer wieder, dass es den Elmshornern an Selbstbewusstsein fehle. Und das ohne Grund, wie der Vorstandschef betont. Als Standortvorteile führt er neben der guten Anbindung an die Metropole Hamburg vor allem die Natur an. „Hier ist man in fünf Minuten mit dem Fahrrad im Grünen“, sagt Wirries. In Hamburg gebe es zwar Stadtpark, Alster, Elbe und Co., diese Orte seien an schönen Tagen aber hoffnungslos überlaufen. „Wenn man hier in die Natur geht, kann man noch für sich sein. Das ist ein hohes Gut. Ein Stück Lebensqualität, das immer mehr Menschen zu schätzen wissen.“

Seine Baugenossenschaft spüre eine große Nachfrage nach Wohnraum in Elmshorn und anderen Städten im Speckgürtel. „Der Druck aus Hamburg ist ohne Frage da“, bestätigt Wirries. Wie weit Elmshorn noch wachsen werde, kann er nicht abschätzen. Man müsse abwarten, wie sich der Markt entwickelt.

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum in Elmshorn lasse auch den Mietpreis steigen. Das sei bereits festzustellen. „Wenn die 800 Wohnungen fertig sind, muss man abwarten, ob sich der Markt stabilisiert, dann pendeln sich die Mieten auch wieder ein“, erläuterte Wirries. Die Adlershorst setze auf niedrige Mieten. Nach Angaben des Vorstandschefs liege die Baugenossenschaft etwa einen Euro unter dem von seinem Unternehmen errechneten Durchschnittspreis in Elmshorn. Nach Angaben von Adlershorst beträgt die Kaltmiete im Schnitt 7,37 Euro pro Quadratmeter.

Neben dem Projekt am Uhlenhorst, das im Spätsommer 2016 fertig sein soll, investiert Adlershorst weitere Millionen in den Standort Elmshorn. In den vergangenen Jahren seien bereits viele Häuser im Bestand energetisch saniert worden. Als nächstes großes Vorhaben in diesem Zusammenhang stehe nun die Sanierung der Mehrfamilienhäuser in der Westerstraße, Reichenstraße und auf Klostersande an. Die Gebäude, die insgesamt Platz für 74 Wohnungen bieten, sollen ab dem kommenden Jahr grundlegend energetisch saniert werden. Die komplette Wärmedämmung und Fassade würden erneuert und auch die Fenster ausgetauscht.

 

Diese Maßnahme sorge normalerweise für steigende Mieten in diesen Objekten – zumal an den Standorten die Bindung für den geförderten Wohnraum auslaufe. Allerdings würden bereits Gespräche mit der Investitionsbank SH geführt. Ziel ist es laut Wirries, die Bindung weitere 15 Jahre zu verlängern. So könnten Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein in den sanierten Häusern weiterhin günstig leben. Voraussetzung dafür ist, dass die Investitionsbank günstige Darlehn für die Sanierung gewährt. „So bekommen wir das durch die niedrigen Mieten fehlende Geld wieder rein. Bei anderen Objekten haben wir das bereits so gemacht. Dies ist für alle eine Win-Win-Situation“, sagt Wirries.

Etwa vier Millionen Euro will Adlershorst in die Sanierung der drei Objekte investieren. Dies ist nur ein Teil des Gesamtpakets. Nach eigenen Angaben hat die Baugenossenschaft seit 2012 bereits etwa 13,6 Millionen Euro in Elmshorn in Neubauten und Sanierungen investiert.

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erstellt am 18.Dez.2015 | 10:54 Uhr

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