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Wirtschaft in Elmshorn : Absage an Einzelhandelszentrum

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Max-Bahr-Areal: Stadt Elmshorn will für Nordsport keine Ausnahme machen. Altes Gebäude des Unternehmens wird abgerissen.

Elmshorn | Die Flächen des ehemaligen Max-Bahr-Markts an der Westerstraße stehen seit mehr als drei Jahren leer. Sie befinden sich – wie der benachbarte Rewe-Markt – nach der Insolvenz wieder im Besitz der Max-Bahr-Gründerfamilie. Dirk Möhrle, Sohn des langjährigen Bahr-Chefs Peter Möhrle, hatte das Gebäude erworben. Die Eigentümer hatten große Pläne. Kaufland sollte sich auf dem gesamten Areal ansiedeln. Das hatte die Stadt durch eine Veränderungssperre verhindert.

Und sie bleibt hart. „Dort wird es keinen großflächigen, innenstadtrelevanten Einzelhandel geben“, betonte Bürgermeister Volker Hatje. Alle Gutachten hätten gezeigt, dass das einen massiven Kaufkraftverlust für die Innenstadt bedeuten würde.

Eine Ausnahme machte die Stadt auch nicht für das Unternehmen Nordsport, das einen neuen, großen Standort in Elmshorn gesucht hatte – und in den alten Baumarkt ziehen wollte. Nordsport expandiert nun nach Rellingen, wird dort stationären Handel und Onlinegeschäft zusammenführen.

Laut Hatje hätte Nordsport zum Türöffner für die Verwirklichung der Möhrle-Pläne werden können. „Ein zweites Einzelhandelsgeschäft sollte sich dort ebenfalls noch ansiedeln. Dann wäre an diesem Standort ein zweites Einzelhandelszentrum entstanden – mit verheerenden Auswirkungen für die Innenstadt“, betont Hatje. Denn jenseits der Käpten-Jürs-Brücke befindet sich am Wedenkamp mit Edeka, Aldi und dem Dänischen Bettenlager bereits ein Einzelhandelszentrum. „Wir haben Nordsport an der Berliner Straße eine Bestandsgarantie für sieben Jahre gegeben. Und wir werden dem Unternehmen adäquate Flächen am Buttermarkt anbieten“, verspricht Hatje mit Blick auf den Stadtumbau West. Denn das von Nordsport gemietete Gebäude an der Berliner Straße liegt im Sanierungsgebiet und wird abgerissen. Die Stadt hatte dem Unternehmen Nordsport für eine Expansion in Elmshorn auch die Flächen des Ex-Sky-Markts an der Berliner Straße angeboten. Doch bei   Max-Bahr sagten Stadt und Politik einhellig Nein.

Was aus dem Areal an der Westerstraße wird? Rechtlich ist zurzeit nur ein Baumarkt realisierbar. Die Stadt könnte sich dort Gewerbe vorstellen. Peter Kölln ist direkter Nachbar der Flächen. Doch ohne eine einvernehmliche Lösung mit dem Eigentümer tut sich auf diesem Areal vorerst nichts.

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erstellt am 06.Jul.2017 | 10:00 Uhr

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