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Elmshorn : Abholzung an der Kaltenweide ist erlaubt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Abholzung eines Wäldchens an der Kaltenweide in Elmshorn sorgte bei Anwohnern für Aufregung. Doch jetzt ist klar: Der Eigentümer hat korrekt gehandelt.

Elmshorn | Die Abholzung eines Wäldchens an der Kaltenweide in Elmshorn sorgte bei Anwohnern für Aufregung. Doch jetzt ist klar: Der Eigentümer hat korrekt gehandelt. Die Rodung war zulässig. Das Waldstück ist 2700 Quadratmeter groß, damit ist eine Fällung genehmigungsfrei. Das bestätigte Axel Sürsen von der Unteren Forstbehörde jetzt auf Anfrage. Erst ab 3000 Quadratmetern sei die Genehmigung durch die Forstbehörde erforderlich.

Wie berichtet, hatten sich Nachbarn angesichts der Rodung besorgt geäußert. Sie fürchten eine Wohnbebauung an der Stelle in zweiter Reihe zur Kaltenweide. Diese Sorge kann Sürsen den Anwohnern nun nehmen. Inzwischen hat der Verwalter der Fläche im Auftrag des Eigentümers bei der Behörde gemeldet. Dieser begründete nach Aussagen von Sürsen die Fällaktion mit der Verkehrssicherungspflicht. Einige der Fichten wäre labil gewesen. Sie hätten gedroht auf einen dort befindlichen Fußweg zu fallen. Ein Bauvorhaben schloss der Verwalter aus.

Dies wäre ohne die Genehmigung der Forstbehörde auch gar nicht möglich. „Dazu wäre eine Umwidmung der Waldfläche notwendig“, so Sürsen. Er betont: „Das Gebiet ist Wald und bleibt Wald.“ Der Eigentümer hätte nun zwei Optionen: Entweder er forstet auf oder überlässt das Gebiet der natürlichen Verjüngung, das heißt, die Bäume und Pflanzen wachsen von selbst wieder nach.

Nach Auskunft der Forstbehörde hat der Eigentümer genau dies im Sinn. „Wir werden das beobachten. Normalerweise wächst es gut nach“, sagt Axel Sürsen. Seine Behörde werde aber ein Auge auf die Fläche haben. „Wenn die Verjüngung mittelfristig, das heißt über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren, keinen Erfolg hat, muss aufgeforstet werden“, so der Mitarbeiter der Forstbehörde.

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erstellt am 05.Feb.2016 | 16:15 Uhr

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