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Elmshorner Nachrichten

16. Dezember 2017 | 02:56 Uhr

Elmshorn : Abfischen in Sibirien

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

In erster Linie holten die Helfer bei der Aktion in Sibirien aber Karpfen, Zander, Schleie und Barsche aus dem Teich.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Elmshorn | „Da freut sich Opa!“ Nicole Kalski aus Elmshorn hob die Tüte mit ihrer Beute hoch, ein Goldfisch zappelte darin im Wasser. Den hatte sie gerade beim Abfischen in Sibirien geschenkt bekommen. Ihr Großvater habe in seinem Garten in der Stettiner Straße „einen ganz tollen Teich mit ganz vielen tollen Goldfischen“, schwärmte sie.

Barsche, Karauschen und ein paar Goldfische, die sich im Netz verfangen hatten, wurden am Sonnabendnachmittag verschenkt. Karpfen, Zander und Schleie, die bei den Fischzügen gefangen wurden, verkauften die Geschwister Thormählen, denen Gaststätte und See in Sibirien gehören. Um die 20 Helfer waren im Einsatz – Freunde, Nachbarn, Verwandte und Angestellte. Sie schenkten auch gratis Glühwein aus und verteilten Pförtchen und Süßigkeiten.

Wichtigster Einsatzort war natürlich der See selbst. In Wathosen stapften die Helfer durch das Wasser, um das Netz aufzuspannen, das dann mit vereinten Kräften und langen Seilen durchs Wasser in eine Bucht gezogen wurden. „Los, helft mal ein bisschen“, feuerte Heike Thormählen die vielen Schaulustigen an, und vor allem die Kinder ließen sich nicht lange bitten. „Wir dürfen nicht zu weit nach links kommen, da ist zu viel Schlamm“, dirigierte ein Helfer aus dem Wasser die Leute am Seil. Mit zahlreichen Händen und einem Trecker wurde das mit viel Schlamm gefüllte Netz schließlich geborgen. Die Fische darin wurden in Eimern und Schubkarren gesammelt und zum Sortier- und Schlachtplatz im Hof der Gaststätte gebracht. Dort wurden die Karpfen dann nach Wunsch geschlachtet und zerlegt.

Michael Harder setzte einen Riesenkarpfen aus dem ersten Fischzug auf die Waage, aber die reichte nur bis zehn Kilogramm – zu wenig für den „Moosrücken“. So große Fische schmecken nicht mehr, der Riese wurde später wieder in den See gesetzt. Die kleine Helferin Anu Freda Weinhardt spülte sich inzwischen die Hände am Wasserhahn ab. „Ich habe die Fische in die Hand genommen“, erzählte sie, und dabei hätten die so gezappelt, dass jetzt das ganze Mädchen mit Matschspritzern gesprenkelt war.

„Zwischendurch hat der Graureiher viele Fische geholt“, erzählte der langjährige Helfer Hajo Röbe-Oltmanns. Aber seit einigen Jahren setze Heike Thormählen wieder Fische in den See, und so lohnte sich das erste öffentliche Abfischen seit 2008: Es gab üppig Fische und Interessenten.

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