DB-Rahmenvertrag : Ab Dezember kommt das City-Ticket für Elmshorn

Die Karte zeigt die HHV-Zone 602, in der Fernreisende ab Dezember umsonst unterwegs sein können.
Die Karte zeigt die HHV-Zone 602, in der Fernreisende ab Dezember umsonst unterwegs sein können.

Fernreisende fahren ab Dezember kostenfrei durch die Krückaustadt.

shz.de von
25. Juli 2018, 12:00 Uhr

Elmshorn | Eine Fernreise mit der Deutschen Bahn (DB) steht aufgrund der Baustellensituation momentan nicht auf vielen Wunschlisten an oberster Stelle. Ist man einmal am Zielbahnhof angekommen, gilt es im lokalen Nahverkehrsnetz noch ein zusätzliches Ticket zu lösen – natürlich gegen Aufpreis. Doch das soll sich in Zukunft zumindest in Elmshorn ändern.

Kostenlose Anschlussfahrt

Ab dem 9. Dezember erhalten Bahnkunden mit Start oder Ziel Elmshorn und dem Aufdruck City-Ticket auf ihrer DB-Fahrkarte eine kostenlose Anschlussfahrt für die HVV-Zone 602. Damit ist zukünftig die An- und Abreise von und nach Elmshorn mit Bus, AKN und Regionalbahn ohne zusätzlichen Fahrschein und Mehrkosten möglich. Voraussetzung ist der Aufdruck City-Ticket hinter der Bahnhofsbezeichnung auf der DB-Fahrkarte. Dieser ist erst bei einer Fahrtstrecke von mehr als 100 Kilometern vorhanden. Das Ticket ersetzt somit keine Fahrscheine unterhalb der 100-Kilometer-Grenze.

Klimamanager Markus Pietrucha.
Morten Planer
Klimamanager Markus Pietrucha.
 

Die Initiative für den Eintritt in den DB-Rahmenvertrag des City-Tickets kam von der Stadt Elmshorn selbst. Im Vorwege musste zunächst geklärt werden, ob die Stadt Elmshorn die Eintrittskriterien überhaupt erfüllt. Außer einer Mindestbevölkerung von 50 000 Einwohnern entscheidet ein komplizierter Algorithmus der DB mit Rahmenkriterien wie Reiseaufkommen oder Anzahl der Bahncardinhaber in dem Gebiet über den Eintritt. Elmshorn überschritt den Wert der Bemessungsgrenze. Im Anschluss übernahm das Team um Klimamanager Markus Pietrucha die erforderliche Kommunikation mit der Südwestholsteinischen Verkehrsgesellschaft (SVG) und dem Hamburger Verkehrsbund (HVV). „Das klingt im ersten Moment kompliziert, war aber in der Umsetzung sehr einfach“, erklärt Pietrucha. Zudem sei der Kosten-Nutzen-Aufwand für die Stadt sehr gering, die Ausgaben gleich Null.

Pietrucha geht davon aus, dass Fernreisende in Zukunft öfter die Bahn dem Auto vorziehen. Langfristig kann das City-Ticket aus Sicht des Klimamanagers so auch den lokalen Nahverkehr fördern und den CO2-Aussoß verringern.

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