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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 06:15 Uhr

Ab 2016: Immer an der Wand lang

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Lärmschutzprogramm und Bahnhofsneubau müssen noch koordiniert werden / Halbstundentakt für Hamburg-Pendler ab Dezember

Die Bahn und der Lärmschutz waren ein Thema während des Antrittsbesuchs der Elmshorner SPD bei Bürgermeister Volker Hatje (parteilos). Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Elmshorner SPD Ortsvorsitzende Ernst Dieter Rossmann sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies und SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk waren sich mit dem neuen Verwaltungschef darin einig, dass eine Lärmschutzwand so schnell wie möglich gebaut werden sollte. Allerdings gibt es noch Probleme.

Wie sich im Gespräch herausstellte, hatte die Projektgruppe der Bahn für den Lärmschutz die Maßnahme in Elmshorn geplant, ohne die ebenfalls vorgesehene Umgestaltung des Elmshorner Bahnhofes mit zu berücksichtigen. Die Wände sollten von der Berliner Straße aus bis zur Parallelstraße auf dem stillgelegten, westlichen Gleis montiert werden. Eine 2,50 Meter hohe Wand hätte aber die Neubaupläne „konterkariert“, so Hatje. Das Lärmschutzförderprogramm vom Bund und die Städtebauförderung von Land und Bund hätten sich so behindert.

Jetzt haben sich die Stadt und die Vertreter der beiden Bahn-Projekte zu klärenden Gesprächen verabredet, zumal die Planungen für den Bahnhofsneubau ein Lärmschutzkonzept beinhalten. „Da muss umgedacht werden“, so Hatje im Gespräch mit den SPD-Vertretern.

Die Bahn wird vom Herbst an eine noch größere Rolle spielen als bisher: Dann beginnt der Ausbau der Autobahn 7 auf sechs Spuren. Autofahrer müssen dann mit starken Behinderungen im Berufsverkehr von und nach Hamburg auch auf der Autobahn 23 rechnen. Der Ausbau der Fernstraße auf sechs Spuren und der Bau des Deckels über die Autobahn in Hamburg werden voraussichtlich zwölf Jahre dauern.

Um mehr Pendler für die Bahn zu gewinnen, wird unter anderem Ende 2014 ein Halbstundentakt im Zugverkehr zwischen Elmshorn und Hamburg-Hauptbahnhof eingeführt. Weil die Schienentrasse durch Elmshorn aber auch für den Güterverkehr von und nach Dänemark sowie Schweden genutzt wird, ist nach der vorgesehenen Taktverdichtung der Personenzüge kein weiterer Spielraum mehr vorhanden. Die Bahn hat aber auch neue Waggons für die Strecke bestellt, die mehr Sitzplätze bieten als die alten Wagen. Allerdings verzögert sich die Auslieferung von Seiten des Herstellers.

Zudem sollen, so berichtete Hatje, mehr Abstellplätze für Radfahrer am Elmshorner Bahnhof geschaffen und mehr Fahrzeugstellplätze für Pendler eingerichtet werden. Letzteres erweise sich kurzfristig als sehr schwierig, da in der Nähe des Bahnhofes so gut wie keine Flächen zur Verfügung stünden. Es könnte aber zum Beispiel die Anzahl der Pendlerparkplätze auf dem Buttermarkt erhöht werden. Hier ist die Politik gefragt.

Die Elmshorner SPD und ihre Landes- und Bundestagsabgeordneten hatten sich in der Vergangenheit regelmäßig zum Meinungsaustausch mit Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek (SPD) getroffen. Jetzt vereinbarten die Sozialdemokraten mit dem neuen Bürgermeister diese Tradition fortzusetzen, um Anliegen und Wünsche der Stadt auf Landes- und Bundesebene besser darstellen zu können. Andererseits könne so die Stadtverwaltung aus erster Hand über wichtige überregionale Entwicklungen unterrichtet werden.


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erstellt am 11.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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