Elmshorner Nachrichten : Jetzt wird in der Schulstraße 13 wieder Zeitung gemacht

Verkaufsleiterin Dagmar Albertsen und Redaktionsleiter Jan Schönstedt versprechen, dass die Elmshorner das neue EN-Zuhause inspizieren dürfen – sobald das Infektionsgeschehen es zulässt.
Verkaufsleiterin Dagmar Albertsen und Redaktionsleiter Jan Schönstedt versprechen, dass die Elmshorner das neue EN-Zuhause inspizieren dürfen – sobald das Infektionsgeschehen es zulässt.

Ab sofort werden die EN wieder von alter Wirkungsstätte aus produziert. So lief der Umzug.

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15. März 2021, 14:15 Uhr

Elmshorn | Die EN kommen zurück und ziehen ins alte Zeitungshaus an der Schulstraße 13 – als vor ein paar Wochen diese Entscheidung in das E-Mailfach der Redakteure und Medienberater eintrudelte, war die Freude groß. Ein Zeitungshaus mitten im Herzen der Stadt, freuten sich die Reporter. Ein Haus mit Geschichte, jubelten die Anzeigen- und Digitalkampagnenexperten. Nur eine Sache sahen einige, die bereits in dem alten Gemäuer gearbeitet hatten, mit Sorge: „Hoffentlich riecht es nicht so wie früher.“

Weiterlesen: Wir kommen nach Hause: Elmshorner Nachrichten ziehen zurück in die alte Redaktion

Vergangene Woche dann durften die EN-Mitarbeiter das erste Mal durch die neuen Räume wandeln – und auch eine Nase nehmen. Riecht gut. Riecht neu. Nach einer neuen Zeit für dieses alte Haus. Nach einer neuen Ära für die Zeitung.

Ab Montag (15. März) wird in der Schulstraße 13 wieder Zeitung gemacht. Aber auch Online-Ausgaben, Web-Texte, Videos, kreative Sonderbeilagen, digitale Werbeformate. Die Zeiten haben sich geändert – und die EN auch.

Corona: Mitarbeiter bleiben im Homeoffice

Zum Start werden nur wenige Mitarbeiter vor Ort sein. Aus Infektionsschutzgründen bleiben viele im Homeoffice. Die moderne Technik macht es möglich. Aber auch wenn viele Arbeiten von zu Hause erledigt werden können – ein Medienhaus braucht einen zentralen Ort. Von hier aus überblicken die Redakteure das Stadtgeschehen, kommentieren, recherchieren, streiten und diskutieren sie den Lauf der Dinge. Von hier aus finden Mediaberater die passenden Werbestrategien, halten Ausschau nach neuen Formaten und Ideen. Dafür braucht es einen Ort mitten in der Stadt.

Dass die Schulstraße 13 ab jetzt dieser Ort ist, freut die Mitglieder der Redaktion besonders. Das Rathaus werden sie von nun an noch besser im Blick haben. „Jeder von uns hat doch Nachbarn, die viel zu neugierig sind. Für das Rathaus werden wir diese neugierigen Nachbarn sein", scherzt ein Redaktionsmitglied.

Von hier aus hat die Redaktion das Rathaus noch besser im Blick. Redakteur Christian Brameshuber im neuen EN-Gebäude.
Daniela Lottmann
Von hier aus hat die Redaktion das Rathaus noch besser im Blick. Redakteur Christian Brameshuber im neuen EN-Gebäude.

„Da wo du stehst war früher mein Schreibtisch“ – solche Sätze hört man häufiger als die EN-Mitarbeiter das erste Mal durch die frisch sanierten Räume laufen. Wo früher das Kundencenter war, schreiben jetzt die Redakteure, wo früher Anzeigen verkauft wurden, trifft man sich jetzt zu Konferenzen. „Und da saß früher der Chef“, zeigt jemand auf den Raum im ersten Stock. Im ehemaligen Chefbüro werden heute Werbestrategien für Print und digital geplant.

Autorin Marianne Meißner in dem Raum, der später die neue Redaktion sein soll.
Daniela Lottmann
Autorin Marianne Meißner in dem Raum, der später die neue Redaktion sein soll.

Weiterlesen: Als am Schreibtisch noch geraucht wurde: Geschichten aus dem alten EN-Haus

Hell sind die Zimmer, hoch die Decken. Die Böden neu. Aber es ist auch Altes geblieben. Die Treppe steht noch, die Decke sieht aus wie früher, die alten Backsteinwände stehen noch und bleiben unverputzt. Und noch etwas ist wieder wie früher: Der alte Schriftzug wurde wieder neu an die Fassade gemalt. Und zwar in seiner ursprünglichen Fassung – weiß auf dunkelgrünem Hintergrund.

Letzte Arbeiten am neuen EN-Gebäude: Der Schriftzug wird an die Fassade gemalt.
Daniela Lottmann
Letzte Arbeiten am neuen EN-Gebäude: Der Schriftzug wird an die Fassade gemalt.

Auch das alte Redaktionsschild hinten auf dem Hof gibt es noch. Zwar zeigt es mittlerweile in die falsche Richtung, denn die Redaktion sitzt ab jetzt unten rechts im Vorderhaus, aber bleiben soll das kleine Schild trotzdem. Was nicht bleibt: Die Mitarbeitertoilette außen auf dem Hof. Na Gott sei Dank, denken die EN-Mitarbeiter. Für das kleine Gebäude wird nun eine neue Bestimmung gesucht.

Volontärin Deborah Dillmann freut sich auf das neue EN-Zuhause. Das kleine Gebäude hinter ihr war einst die Mitarbeitertoilette.
Daniela Lottmann
Volontärin Deborah Dillmann freut sich auf das neue EN-Zuhause. Das kleine Gebäude hinter ihr war einst die Mitarbeitertoilette.

Eine Überraschung hatte die Vermieterin des Hauses den EN-Mitarbeitern in die neue Mitarbeiterküche stellen lassen. Ab jetzt trinken Anzeigenberater und Redakteure ihren Kaffee aus Bechern, die eine Zeichnung des neuen EN-Hauses tragen. „Es gibt sogar Fan-Artikel vom neuen Haus“, scherzt ein Teammitglied beim Anblick der Becher.

Mediaberaterin Stefanie Büttner mit einem neuen EN-Becher. Die Tassen waren ein Geschenk zum Einzug.
Daniela Lottmann
Mediaberaterin Stefanie Büttner mit einem neuen EN-Becher. Die Tassen waren ein Geschenk zum Einzug.

Die EN sind wieder zurück an ihrer alten Wirkungsstätte: Zu gern hätten die Mitarbeiter den Elmshornerinnen und Elmshornern ihr neues Zuhause gezeigt und den Umzug mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Aus Infektionsschutzgründen muss das leider ausfallen. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn das Pandemiegeschehen es wieder zulässt, soll der Tag der offenen Tür nachgeholt werden. Die EN-Mitarbeiter freuen sich jetzt schon darauf.

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