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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 07:59 Uhr

9000 Euro für die Elmshorner Tafel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zuschuss Politik und Verwaltung unterstützen Arbeit für Bedürftige / Organisatoren wollen Finanzierung der Arbeit breiter aufstellen

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Die Schlange der Hungrigen ist meist lang, wenn die Mitarbeiter der Elmshorner Tafel Lebensmittel an Bedürftige verteilen. Auch wenn der Löwenanteil der Arbeit ehrenamtlich verrichtet wird, fallen dennoch Kosten an. Und deshalb ist die Elmshorner Tafel auf Zuschüsse und Spenden angewiesen. Nun bewilligten die Mitglieder des Ausschusses für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit der Einrichtung einen Zuschuss in Höhe von 9000 Euro.

Seit 1999 bietet die Elmshorner Tafel Obdachlosen und anderen Bedürftigen gespendete, qualitativ einwandfreie, aber nicht mehr zum Verkauf geeignete Lebensmittel sowie eine warme Mahlzeit gegen einen geringen Kostenbeitrag an. Täglich werden rund 80 warme Mahlzeiten ausgegeben. „Dieses Angebot wird inzwischen auch von vielen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Flüchtlingen in Anspruch genommen“, so die Stadtverwaltung.

Initiiert worden war die Elmshorner Tafel einst von Pastor Hans-Peter Mummsen vom Christus-Zentrum Arche, der nach wie vor aktiv dabei ist. Nachdem die langjährige, ehrenamtliche Köchin altersbedingt die Arbeit nicht mehr übernehmen konnte, wurde im Jahr 2014 eine Hauswirtschaftsleiterin in Vollzeit eingestellt.

Zudem ist die Elmshorner Tafel zwischenzeitlich arbeitsrechtlicher Trainingspartner geworden und bietet zusammen mit der „Perspektive Zukunft gemeinnützige GmbH“ bis zu sechs Menschen eine Arbeitsaufgabe mit dem Ziel der Rückführung in den ersten Arbeitsmarkt. Die Anleitung dieser Menschen übernimmt die hauptamtliche Hauswirtschaftsleiterin. Sie ist darüber hinaus für die Einsatzplanung der Mitarbeiter und der ehrenamtlichen Helfer, die Beachtung der Hygienevorschriften, die Speiseplanung und Einkauf sowie die individuelle Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuständig.

Außer dem Gehalt der Hauswirtschaftsleiterin fallen bei der Elmshorner Tafel auch Miet- und Energiekosten an. Deshalb wandte sich Mummsen jetzt an die Stadt. Ein Zuschuss von 18  000 Euro jährlich wurde beantragt. Da das Jahr bereits zur Hälfe rum ist, bewilligten die Ausschussmitglieder die Hälfte der Summe. Das Geld soll aus Mitteln der Integrations- und Aufnahmepauschale des Landes genommen werden. „Das ist eine gute Lösung. Damit können wir dazu beitragen, dass die gute Arbeit der Elmshorner Tafel weitergeführt werden kann“, sagte Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz.

Auch Mummsen war zufrieden: „Wir leben praktisch von der Hand in den Mund, haben keine Rücklagen.“ Da die Arbeit aufgrund der Flüchtlinge aufwendiger geworden sei, „wollen wir sie auf eine solide Grundlage stellen“. Dazu werde außer Firmen und Sponsoren auch die Stadt benötigt. „Wir sind sehr dankbar über den Zuschuss und hoffen, dass es nicht einmalig ist“, sagt er.

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