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Berufsschule Elmshorn : 9,4 Millionen Euro für die Ausbildung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Kreis Pinneberg investiert in den Neubau von Werkstätten an der Elmshorner Berufsschule. Parkplatzwegfall sorgt für Knatsch bei Anwohnern.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner Berufsschule auf Langelohe wird für mehr als neun Millionen Euro in den Sparten Metall und Holz zukunftsfit gemacht. Die bisherigen Ausbildungswerkstätten bieten nicht mehr genug Platz und keine bestmögliche Qualität für eine vernünftige Berufsvorbereitung. Bereits im Frühjahr 2015 beginnen die Bauvorbereitungen. Für Ende 2016 ist die Fertigstellung geplant. Doch bei aller Jubelrufe aus der Lehrerschaft gibt es Knatsch in der Nachbarschaft.

Auf dem Eckgrundstück zwischen Steindamm, Rethfelder Straße und Lange Straße, auf dem derzeit 204 Pkw-Stellplätze für Schüler und Lehrer bereitgestellt sind, soll der neue Werkstattbereich entstehen. Das Gebäude soll in zwei-geschossiger, massiver Bauweise errichtet werden und etwa 3100 Quadratmeter Ausbildungsfläche vorhalten.

„Wie freuen uns sehr auf die neuen Werkstätten“, sagt Schulleiterin Margarete Weber. Seit Jahren kämpfen sie und ihre Kollegen für einen Neubau. „Die jetzige Situation ist unbefriedigend. Wir mussten in den alten Räumen bereits Teilbereiche sperren“, so die Schulleiterin. Mit den geplanten neuen Gebäuden könne die Schule Theorie und Praxisausbildung noch enger miteinander verzahnen.

Um den zukünftigen Fachleuten in technisch und methodischer Hinsicht ideale Bedingungen zu bieten, ist der seit 2005 diskutierte Neubau in Politik und Schule unumstritten. Die Holztechnik erhält 932 Quadratmeter Fläche, die Metalltechnik 1289 Quadratmeter und die Berufsvorbereitung Lehrflächen insgesamt 738 Quadratmetern. 9,4 Millionen Euro nimmt der Kreis Pinneberg dafür in die Hand. So weit gelten die Investition in die berufliche Zukunft jungen Menschen als unverzichtbar. Doch parallel zum Vorhaben des Kreises baut sich in der Nachbarschaft der Schule Unmut auf. Mit den während der Bauphase wegfallenden Parkplätzen befürchten sie ein Stellplatz-Chaos vor ihrer Haustür. Bereits jetzt sei die Situation unzumutbar. Der Parkplatz der Schule reiche vorne und hinten nicht aus. Jede Ecke um die Schule herum sei ebenfalls zugeparkt. Es werde außerdem viel zu schnell gefahren – eine Gefahr für junge Schüler, die morgens mit ihrem Rad auf dem Weg zu ihrer Schule zickzack um die kreuz und quer abgestellten Autos fahren müssen. Und wenn mit Beginn des Neubaus noch mehr nach „Wildwestmanier“ geparkt werde, sei ein Chaos unvermeidlich.

Dem Kreis, der Stadt Elmshorn und der Schule sind die Parkplatzumstände bewusst. Die Befürchtungen der Anwohner seien bekannt. „Es wird sicher eine Situation kommen, die für alle herausfordern sein wird“, sagt Schulleiterin Weber. Sie werde alles daran setzen, ihre Schüler zu sensibilisieren. Auch würde sie an die Azubis appellieren, Fahrgemeinschaften zu bilden oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, um die Parkplatzsituation im Umfeld der Schule zu entlasten.

Die Stadt hat der Berufsschule als Ausweichfläche bereits die nahegelegene Steindammwiese zur Verfügung gestellt. Dort könnten die Schüler während der Bauzeit parken. Weitere Stellflächen würden derzeit geprüft.

Nach der Fertigstellung der neuen Hallen wird der bisherige Werkbereich auf dem Schulgelände abgerissen, auf der dann freigewordenen Fläche sollen neue Parkplätze hergerichtet werden. Auch an der neuen Halle entstehen Pkw-Stellplätze. Insgesamt etwa so viele wie bisher.

Trotz Steindammwiese und Appell – zahlreiche Anwohner glauben nicht an die Bereitschaft der Azubis, dort zu parken oder gar mit dem Rad zu kommen. „Sollte es Engpässe geben, wird nachreguliert“, beruhigt Petra Langefeld, Amtsleiterin für Flächenmanagement im Elmshorner Rathaus. Sie gehe nicht davon aus, dass es zu massiven Beschwerden kommen werde.

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