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Flunkyball-WM : 64 Teams treten im Krückaupark an

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Für die Meisterschaft in Elmshorn kommen Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 16:36 Uhr

Elmshorn | Für viele ist das das Sportereignis des Jahres, es wird monatelang vorher „trainiert“, die Motivation ist riesig. Nein, es handelt sich nicht um Fußball, Handball oder eine der gängigen Sportarten, sondern um ein Trinkspiel – Flunkyball. Das Prinzip ist einfach: zwei Mannschaften mit jeweils vier Spielern stehen sich in einem Feld gegenüber, in der Mitte ist eine Astraknolle platziert. Aufgabe ist es nun, mit einem Tennisball die leere Flasche zu treffen, bei einem Treffer darf die eigene Mannschaft ihr Bier so schnell wie möglich exen. Die Mannschaft, die als erste ihre Bierflaschen geleert hat, geht als Sieger aus dem Spiel.

In Elmshorn erfreut sich Flunkyball einer großen Beliebtheit und Tradition; der „Sport“ ist sogar so beliebt, dass seit circa zehn Jahren regelmäßig an Himmelfahrt im Krückaupark die  Flunkyball-Weltmeisterschaft stattfindet. Am kommenden Donnerstag ist es nun wieder soweit: bei der „Flunkyball-WM“ treten 64 Teams aus ganz Deutschland gegeneinander im Biertrinken an – die Besucher und Mannschaften kommen aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen. Die Veranstaltung im Krückaupark Elmshorn ist laut Facebook in ganz Deutschland die größte ihrer Art, letztes Jahr waren laut Schätzungen der Polizei circa 2000 Besucher anwesend.

Kontrolliertes Trinken mit sportlichem Ehrgeiz

Doch was des einen feucht-fröhlich sportlicher Trinkspaß ist, ist des anderen Leid. Viele Bürger aus Elmshorn machen sich Sorgen wegen der Massen an Menschen, die scheinbar ohne Maß  trinken und  ihren Müll hinterlassen würden. Die Veranstalter  geben aber Entwarnung. „An diesem Tag, den viele als Vatertag feiern, trinken doch sowieso alle, oft sogar sehr unkontrolliert. Wir versuchen das eben zu bündeln, indem das Trinken organisiert und kontrolliert verläuft, mit sportlichem Ehrgeiz“, erklärt das Team um Niel Eppenhofer, das alljährlich das große Event plant.

Tatsächlich ist die Veranstaltung, die zunächst etwas skurril wirkt, für einen guten Zweck ausgelegt. Denn das Startgeld der Mannschaften, das bei 15 Euro liegt, sowie der Pfand der Tausenden Bierflaschen wird immer gespendet.  Dieses Jahr kommt das Startgeld und der Erlös aus Pfand den Frischlingen Burg e.V. zu Gute, die in Elmshorn Jugendliche und Kinder in Not unterstützen.

Aber auch wegen des Mülls gibt es laut den Veranstaltern wenig Anlass zur Sorge. Im regelmäßigen Abstand gehe das Orga-Team mit Müllsäcken durch die Menschenmassen, am nächsten Morgen sammele das Team  die letzten Reste und die Polizei kontrolliere das starke Menschenaufkommen. Klar ist, wer sich daneben benimmt wird sofort mit einem Platzverweis bestraft. Auch Hauptkommissar Melber von der Polizei zeigt sich bezüglich der Veranstaltung optimistisch. Melber betont zudem, dass die letzten Jahre die Veranstaltung zu voller Zufriedenheit der Polizei abgelaufen sei, und es auch dieses Jahr keinen Anlass zur Sorge gebe. 

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