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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:23 Uhr

Elmshorn : 6341,80 Quadratmeter Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Modulsystem, zentraler Servicepoint und Multifunktionssaal: Die Stadtverwaltung legt ihren Plan für einen Neubau vor.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es ist nur eine Empfehlung, das letzte Wort haben Elmshorns Politiker. Doch in deren Auftrag haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sich intensiv Gedanken über ihre künftigen Arbeitsplätze gemacht: Vertreter aller Ämter haben mit Unterstützung von Experten eines Fachbüros ein Raum- und Funktionsprogramm für das neue Rathaus erarbeitet.

Vorgabe der Politik war es, nicht mehr als 7000 Quadratmeter Nettonutzfläche zu planen. Herausgekommen ist eine Vorlage mit genau 6341,80 Quadratmetern für das eigentliche Rathaus sowie den Anbau eines Lagers (plus 156 Quadratmeter) und die Umnutzung der heutigen Büroräume in der Volkshochschule zum Verwaltungsarchiv (190 Quadratmeter).

„Wir schließen jetzt ab mit insgesamt genau 6687,80 Quadratmetern. Das ist das, was wir für den Neubau des Rathauses brauchen würden“, sagt der Büroleitende Beamte der Elmshorner Stadtverwaltung, Carsten Passig, auf Anfrage. Und er ergänzt: „Eine 15-Jahre-Perspektive ist dabei schon mit eingerechnet.“ So soll vermieden werden, dass das neue Rathaus womöglich in wenigen Jahren bereits wieder zu klein ist.

Bei der Planung ist darauf geachtet worden, im Vergleich zum jetzigen Gebäude mehr Büroflächen und weniger ungenutzte Flächen zu haben. Hinzu kommt ein Modulsystem, das nicht nur Baukosten sparen, sondern mit seiner Standardisierung und einer höchstmöglichen Flexibilität auch ein Betrag zu einer kostengünstigeren Bewirtschaftung leisten soll. So sollen die Büros mit 18 Quadratmetern sowohl als Einzel- wie auch als Doppelarbeitszimmer nutzbar sein. Heute haben Einzelbüros 13 bis 16 Quadratmeter und Doppelbüros 20 bis 22 Quadratmeter. Eine Ausnahme gibt es für die Büros der Verwaltungsspitze (Bürgermeister/Stadtrat) mit jeweils etwa 30 Quadratmeter.

Der Raumplan sieht nur einen zentralen Servicepunkt für alle Rathausbesucher in einer Empfangshalle vor. Etwa 30 von den insgesamt etwa 100 Quadratmetern dieser Halle soll der Service-Bereich einnehmen. Es wird dann keine weiteren Servicepunkte im Haus mehr geben.

Die heutzutage im Rathaus verstreuten Sitzungs- und Besprechungsräume sollen ebenfalls zusammengefasst werden. Unter anderem ist ein Multifunktionssaal von 350 Quadratmetern vorgesehen, der in fünf bis sechs etwa 50 bis 70 Quadratmeter große Einzelräume unterteilt werden kann. Hier können dann auch die städtischen Ausschüsse sowie das Stadtverordnetenkollegium tagen.

Allerdings wird es noch dauern, bis das Kollegium im neuen Rathaus zusammenkommen wird und die etwa 220 Mitarbeiter in den Neubau umziehen. Noch steht nicht einmal der genaue Standort für das Gebäude fest. Klar ist aber: Das Rathaus soll im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen nördlich oder südlich des Buttermarktes gebaut werden. Drei Standorte stehen zur Diskussion, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Der Rahmenplan für das Sanierungsgebiet sieht in dem Bereich eine Bebauung vor, die einen Rathausbau mit einem Erdgeschoss und drei Obergeschossen ermöglich.

Das Raum- und Funktionsprogramm für den Neubau des Rathauses wird am Donnerstag, 31. Oktober, während einer öffentlichen Sitzung des städtischen Sonderausschusses Rathaus vorgestellt. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Mehrzwecksaal des Rathauses. Die Mitarbeiter der Verwaltung hoffen, dass die Politiker auf das von ihnen erarbeitete Konzept eingehen werden, denn nicht nur der Büroleiter Passig ist überzeugt: „Wenn das so umgesetzt wird, können wir damit realistisch zufrieden sein, ohne auf Zukunftsfähigkeit verzichten zu müssen.“

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