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Fällaktion in Elmshorn : 62 Bäume müssen weichen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

38 davon sind nicht mehr verkehrssicher. 24 müssen einer Schneise weichen. Arbeiten haben begonnen.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 14:15 Uhr

Elmshorn | Es sind Eichen, Birken, Ahorn, Ulmen und noch einige Arten mehr. Sie werden in den kommenden Tagen der Säge zum Opfer fallen. Die Fällarbeiten haben bereits begonnen. Die Aktion findet auf Initiative von Stadt und Stiftung Naturschutz statt. Die Bäume wachsen am Bahndamm der Bokelpromenade. Doch im Laufe der Jahre sind sie, wie das so üblich ist, gewachsen. Und nun drohen einige Bäume auf Häuser und Grundstücke der Anlieger der Bokelpromenade zu stürzen.

Das Gelände gehört der Stadt. Betreuender Verband ist der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein kümmert sich um das rund zwei Kilometer lange und 20 bis 25 Meter breite Gelände. Insgesamt verwaltet die Stiftung in Elmshorn rund 145 Quadratmeter Fläche. Bei einer Begehung sei festgestellt worden, dass insgesamt 38 Bäume an der Bokelpromenade „nicht mehr verkehrssicher“ seien, so Falco Stegmann, Assessor der Forstverwaltung von der Firma Silvaconcept. „Wenn die Bäume nicht mehr sicher sind, müssen sie weg“, sagt er. Die Bäume würden per Bagger abgesägt. Das Problem: Um an die 38 nicht mehr verkehrssicheren Bäume heranzukommen, musste eine Schneise geschlagen werden. Dafür mussten weitere 24 Bäume weichen. Überwiegend handelt es sich allerdings um eher kleine Bäume. Mehrere von ihnen würden wieder ausschlagen, glaubt Stegmann.

Die Tatsache, dass mit 38 Stück relativ viele Bäume dran glauben müssen, liege daran, dass sich um das kleine Waldstück „lange nicht systematisch gekümmert wurde“, sagt Stegmann.

Eigentlich sind über die Fällaktion hinaus in dem Gelände keine größeren Pflegemaßnahmen geplant. Lediglich der spätblühenden Traubenkirsche soll es an die Wurzel gehen. Die, so Stegmann, wurde einst aus den USA eingeführt, in der Hoffnung, gutes Kirschbaumholz zu gewinnen. Das Vorhaben ging schief. In unseren Breiten wurden aus der Pflanze keine Bäume, sondern eher Büsche. Und die nehmen heimischen Arten wie Ginster und Eibe Platz und Licht weg.

Einige Bäume sind nach Einschätzung der Fachleute nicht mehr sicher. Der vordere soll auch noch gefällt werden. (Foto: Amsberg)
Einige Bäume sind nach Einschätzung der Fachleute nicht mehr sicher. Der vordere soll auch noch gefällt werden. (Foto: Amsberg)
 

Einigen Anliegern sheinen die Fällarbeiten noch nicht weit genug zu gehen. „Als wir 1965 hier einzogen, gab es gerade einmal zwei Bäume hinter unserem Grundstück“, sagte Maren Baatz. Nun hätten sie kaum noch Sonne und einen vermoosten Rasen. „Allen kann man es nicht Recht machen“, so Stegmann. Mehr als die 62 Bäume seien in diesem Jahr nicht vorgesehen.

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