544 Einsätze für die Feuerwehr

 Großfeuer bei Jacobs: Dieser Einsatz verlangte der Elmshorner Feuerwehr 2017 alles ab.
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Großfeuer bei Jacobs: Dieser Einsatz verlangte der Elmshorner Feuerwehr 2017 alles ab.

Die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn hatte 2017 so viel zu tun wie selten zuvor / Größter Einsatz war der Brand beim Kaffeewerk Jacobs

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26. Januar 2018, 15:14 Uhr

Es war das einprägsamste Bild des vergangenen Jahres: Auf dem Dach des Kaffeewerks von Jacobs Douwe Egberts am Lönsweg stehen die vier blauen Filter in hellen Flammen; eine riesige pechschwarze Rauchsäule zieht über die Stadt. Das Großfeuer am 26. Juni war der spektakulärste und aufwändigste Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn im Jahr 2017 – und zugleich einer, der den ehrenamtlichen Helfern größte Anerkennung einbrachte. „Für mich war es eine technische und logistische Meisterleistung der Wehr, wenn man nachher von der Unternehmensleitung so viel Lob für die Einsatzleitung hört“, sagte Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr.

Nur zwei Wochen nach dem Brand, an dessen Bekämpfung zahlreiche auswärtige Kräfte mitgewirkt hatten, habe die Produktion wieder angefahren werden können. „Das ist ein Aushängeschild für die Stadt“, so Hatje über die ehrenamtlichen Helfer. „Es hat sich gezeigt: Das Konstrukt funktioniert.“

Die Freiwilligen waren 2017 gefordert wie selten zuvor. 544 Mal schlugen die Alarmmelder an, 102-mal öfter als im Vorjahr. Nur 2013 gab es mehr Einsätze in der Geschichte der Elmshorner Wehr; 626 waren es vor vier Jahren – vor allem wegen Unwetters. Die Wetterkapriolen mit drei schweren Herbststürmen hatten 2017 der Wehr viel Arbeit beschert. „Aber wir hatten noch Glück und sind relativ glimpflich davongekommen“, sagte Wehrführer Stefan Mohr.

Drei weitere große Gebäudebrände – ein Restaurant an der Holstenstraße, ein Doppelhaus an der Blücherstraße und das Jugendhaus Krückaupark – beschäftigten die Feuerwehr. Hinzu kamen nachbarschaftliche Löschhilfen. Die Zahl der Brände bewegt sich mit 115 auf dem Niveau des Vorjahres. Sie machten nur ein Fünftel des Einsatzaufkommens aus. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Fehlalarmierungen von Rauchwarnmeldern in Privathaushalten und automatischen Brandmeldeanlagen großer Firmen, von 70 auf 107. Dennoch seien diese Geräte wichtig, so Mohr: „Wie oft haben die Brandmelder auch in 2017 Schlimmeres, bis hin zum Erstickungstod, verhindert.“

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