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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 06:55 Uhr

420 000 Euro für neuen Graben

vom

Stadt baut Entwässerung am Ramskamp aus / Regenrückhaltebecken soll entlastet werden / Schutz für Straße und Gewerbegebiet

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Elmshorn | Die Stadt reagiert auf die immer heftigeren Regenfälle der jüngeren Vergangenheit und baut ihr Entwässerungssystem aus. Am Ramskamp sollen im nächsten Jahr 420 000 Euro investiert werden. Das hat der Ausschuss für kommunale Dienstleister während seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Geplant ist, einen zum Teil nur in Fragmenten vorhandenen Graben an der Grenze zu Klein Nordende auszubauen. Dieser soll die zulaufenden Wassermengen von den südlich des Ramskamps befindlichen Gewerbegrundstücken aufnehmen und zum Achterwischdamm Beek ableiten. "Wir müssen dringend handeln. Bei den Starkregen-Ereignissen im Mai dieses Jahres wurde eine Überflutung des gesamten Industriegebiets Süd nur durch den 2012 errichteten Notüberlauf am dortigen Regenrückhaltebecken verhindert", betont Thomas Beiersdorf, Planungsingenieur bei der Stadtentwässerung Elmshorn. Becken und Leitungen waren damals so überlastet, dass der Ramskamp am 22. Mai zeitweise überflutet wurde und teilweise für den Verkehr gesperrt werden musste. "Mit dem neuen Graben steht wieder mehr Volumen für das Regenrückhaltebecken zur Verfügung. Dieses kann dann seine eigentliche Aufgabe, die Pufferung des Abflusses aus dem Industriegebiet Süd, übernehmen", so Beiersdorf.

Die Investition sei erforderlich, da der gesamte Bereich Ramskamp in den vergangenen Jahren zusehends mit Gewerbeflächen baulich verdichtet worden ist. Da zudem die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des Ramskamps ebenfalls bebaut werden sollen, ist der Ausbau des Grabens nach Aussage von Beiersdorf unausweichlich.

Der Graben soll möglichst naturnah gestaltet werden. Positiver Nebeneffekt: So passt sich der Graben nicht nur besser ins Landschaftsbild ein, sondern kann auch mehr Volumen aufnehmen.

Ursprünglich waren für die Errichtung des etwa 1,5 Kilometer langen Graben systems, das die Entwässerung einer 30 Hektar großen Fläche übernehmen soll, Kosten von 350 000 Euro vorgesehen. Allerdings ist deutlich mehr Grundfläche als gedacht zu erwerben, so dass die Maßnahme nun 70 000 Euro teurer wird.

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