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Auktion in Elmshorn : 40 Fohlen für 353.500 Euro verkauft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Harm Johannsen aus Tornesch brachte bei Auktion des Holsteiner Verbands in Elmshorn zwei Stutfohlen an den Mann.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Der sportliche Einsatz von Harm Johannsen bei der 20. Fohlenauktion des Holsteiner Verbands wurde belohnt. Der Wirtschafts-Ingenieur aus Tornesch trabte zweimal mit einer Stute am Zügel durch die Fritz-Thiedemann-Halle, die aus der Zucht seines Vaters stammt. Da die Fohlen noch gesäugt werden, zeigten sie sich bei der Auktion an der Seite ihrer Mütter. Im Gegensatz zu den 38 anderen Fohlen, die unter den Hammer kamen, präsentierte der 30-Jährige seine Fohlen selbst.

Das Präsentieren der Pferde bei den Zucht-, Kör- oder Verkaufsveranstaltungen gehört für Harm Johannsen zur Zucht dazu. Der jüngere Bruder der Vize-Europameisterin im Vielseitigkeitsreiten, Inken Gräfin von Platen, reitet auf Turnieren zudem Produkte aus familieneigener Zucht.

Bei den anderen Auktionsfohlen lösten sich Jungzüchter des Holsteiner Verbands an den Zügeln der Mutterstuten ab und drehten unermüdlich ihre Runden, während Bieter am Telefon und vor Ort ihre Gebote abgaben. Insbesondere beim Ersteigern eines Hengstes (Casall/Contender/Coronado) aus der Zucht von Bettina und Nikolaus Rogge aus Schönhorst brauchten die Vorführer viel Kondition und Geduld. Denn erst nach langen Bieterkampf setzten sich die neuen Besitzer aus Schweden mit 26.000 Euro durch.

Johannsen wusste genau, was er tat, als er insgesamt zehn Minuten lang seine Fohlen präsentierte. Er kennt beide Stuten und Fohlen aus der täglichen Arbeit auf dem Hof in Tornesch-Ahrenlohe. Dort hatte er sie gemeinsam mit seinem Vater Manfred und seinem Neffen Finn auf die Präsentation beim Holsteiner Verband vorbereitet. „Zur Zuchtstute Beliebte habe ich eine besondere Beziehung“, sagt Harm Johannsen. „Sie hat mich in der Abreitehalle vor ihrer Stuten-Leistungsprüfung dreimal aus dem Sattel geworfen. Bei der Prüfung schnitt sie mit guten Noten ab.“ Für dieses Fohlen (Adagio de Thalma/Caretino/Lord) zahlten die neuen Besitzer aus Deutschland 12.500 Euro. „Das andere Fohlen hat die gleiche Mutter wie unser Hengst Coruscant, der 2013 gekört wurde und jetzt dem Verband gehört.“ Auch das Geld, das sich Johannsen mit diesem Fohlen (Casall/Cristo/Sir Shostakovich) verdiente, kann sich sehen lassen: Norweger boten hierfür 10.000 Euro.

Damit lagen beide Fohlen über dem Durchschnittspreis von 8837,50 Euro, der bei der Auktion am Sonntag in der Fritz-Thiedemann-Halle an der Westerstraße erzielt wurde. Das teuerste Fohlen der Auktion, eine Stute von Cornet Obolensky/Ibisco/ Bernaul) aus der Zucht von Hans-Joachim Lüer aus Niendorf an der Stecknitz wechselte für 32.000 Euro den Besitzer. Es wird weiter in Deutschland heranwachsen. „Die qualitätsvollen Fohlen haben sehr gutes Geld gebracht“, kommentierte Norbert Boley, Geschäftsführer Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung, zufrieden die Auktion in Elmshorn. Die Käufer kamen in diesem Jahr aus Ägypten, Argentinien, Deutschland, Estland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Peru, Schweden, Ungarn und den USA. Sie gaben für 40 Fohlen insgesamt 353.500 Euro aus.

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