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Elmshorn und Wittenberge : 25 Jahre Städtepartnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zwei Städte feiern „Silberhochzeit“. Großer Empfang in der Prignitz mit 200 Gästen aus Elmshorn.

Elmshorn | Bei Kaiserwetter haben 200 Elmshorner mit den Wittenberger Bürgern am Wochenende 25 Jahre Partnerschaft Wittenberge/Elmshorn gefeiert. Sie waren mit vier Bussen in die Prignitzstadt gereist, zwei vom Verkehrs- und Bürgerverein (VBV), einer vom Seniorenrat Elmshorn und einer vom Elmshorner Lauftreff.

Ein herzlicher Bürger-Empfang im Kulturhaus, ausgerichtet von Marita Fritsch und Christiane Schomaker aus dem Rathaus Wittenberge, hinterließ bei allen bleibende Eindrücke. Der „Nachtwächter“ Jürgen Schmidt und der „Fährmann“ Burkhard Gensch in historischen Kostümen ließen mit lockeren Dialogen die 25-jährige Partnerschaftsgeschichte Revue passieren und vergaßen dabei nicht den Schiffer K.H. Schinkel aus Elmshorn als Initiator, der regelmäßig Hafer mit der „Klostersande“ von Wittenberge nach Elmshorn für die Köllnflockenwerke transportierte. Einen kleinen „Seitenhieb“ gab es auf die denkmalgeschützten Rathäuser in Wittenberge und Elmshorn.

Diese festliche Feierstunde wurde angereichert durch junge Sopranistinnen aus der Prignitzstadt, einer Tanzgruppe aus der bulgarischen Partnerstadt Razgrad sowie den Pianisten Rainer Schnelle und dem Jazzsänger Melvin Edmonson aus Elmshorn.

Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann überreichte nach einer launigen Rede Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje den neuen Bildband seiner Heimatstadt, während ein Gemälde unseres Heimatkünstlers Anders Petersen sowie ein Jubiläums-T-Shirt das Elmshorner Gastgeschenk war. „25 Jahre, das ist wie eine Silberhochzeit, euer Besuch mit vier Bürgerbussen ist richtig gekonnt. Wir haben viele Gemeinsamkeiten, Elmshorn feiert das SH-Musikfestival und wir die Elblandfestspiele. Uns verbindet der Hafen und das Wasser, wir haben das „Knieperkohlessen“ und ihr die „Grauen Erbsen. Weitere Gemeinsamkeiten sind der Städteumbau Ost in Elmshorn und bei uns der anstehende Umbau West. Wir wollen unsere Städte voranbringen, um diese für die Bürger lebenswert zu erhalten“, sagte Dr. Oliver Hermann. Er hieß auch den Bürgermeister aus der bulgarischen Partnerstadt Razgrad willkommen und Elmshorns Bürgervorsteher Karl-Heinz Holbach sowie die erste ehemalige Parlamentspräsidentin Dr. Ingrid Theßen, die gemeinsam mit der Witwe und dem Sohn von Elmshorns ehemaligen Bürgervorsteher Georg Hansen den Bürgerempfang besuchte.

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Ließen die Geschichte der Städtepartnerschaft Revue passieren: Nachtwächter“ Jürgen Schmidt und der „Fährmann“ Burkhard Gensch in historischen Kostümen. (Foto: Siegfried Konjack )
 

Volker Hatje erinnerte in seiner Rede an seinen ersten Kontakt mit der Stadt an der Elbe, als eine Schwimmgruppe des EMTV zu einem Wettkampf in Wittenberge weilte, mit Übernachtung auf Luftmatratzen im Wittenberger Bootshaus „Neptun“. „Mit unserer Städtepartnerschaft haben wir versucht, Vorurteile abzubauen und sind stolz, mit vier Bussen hier zu sein. Die Feuerwehr, die Kleingärtner und andere Organisationen sind wichtige Bausteine unserer gemeinsamen Beziehungen. Sportlich gibt es ebenfalls einige Verbindungen“, sagte Hatje. Zur Freude und Überraschung aller zog auch Dr. Oliver Hermann anschließend ein Jubiläums-T-Shirt aus der Tasche, danach lagen sich beide in den Armen.

Karl Klapcia vom VBV sowie der ehemalige Vorsitzende des Elmshorner Kleingarten-Vereins, Ulf Schmidt, durften sich für ihr bürgerliches Engagement um die 25-jährige Partnerschaft in das Ehrenbuch der Stadt Wittenberge eintragen. Eine Ehrung wurde auch Peter Jepsen aus dem Elmshorner Rathaus zuteil, der für die Städtepartnerschaften zuständig ist.

Gut gestärkt erkundeten 50 Teilnehmer des Elmshorner Lauftreffs, der 1991 gemeinsam mit den Sportfreunden aus Wittenberge in der Prignitzstadt mit der ersten Bundeseröffnung „Trimm Trab in Grüne“ eine sporthistorische Marke gesetzt hatte, mit einem professionellen Stadtführer sowie dem verlässlichen Ansprechpartner Bernd Gerhardt anschließend das Gelände des ehemaligen Singer-Nähmaschinenwerks mit dem imposanten 50 Meter hohen Uhrenturm. Dieser Turm hat nach dem Hamburger Michel die zweitgrößte Turmuhr Deutschlands, die Uhr hat einen Durchmesser von fast acht Metern.

Das gut besuchte zweitägige Stadtfest in seiner 25. Auflage bot einen hervorragenden Rahmen für diese Partnerschafts-Veranstaltung. Ganz Wittenberge war auf den Beinen und Jürgen Drews, der König von Mallorca, bot ebenso gute Unterhaltung wie die tanzenden, leuchtenden Fontänen am Abend im „Nedwighafen“ an der Elbe.

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erstellt am 25.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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