Forum Baltikum Dittchenbühne : 200 Besucher bei der russischen Weihnachtsfeier in Elmshorn

Zur russischen Weihnachtsfeier in der Dittchenbühne gehören Tanzvorführungen unbedingt dazu.
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Zur russischen Weihnachtsfeier in der Dittchenbühne gehören Tanzvorführungen unbedingt dazu.

Musik und Tanz im Theater - viel Bekanntes auf ungewohnte Weise präsentiert.

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13. Januar 2015, 16:00 Uhr

Elmshorn | Junge Mädchen in zarten Kleidern tanzen die Eiskönigin zu moderner Popmusik oder lassen die bunten Röcke bei Pirouetten hochfliegen, es wird viel gesungen und zum Finale kommt der Weihnachtsmann respektive Väterchen Frost im blauen Mantel auf die Bühne und verteilt Süßigkeiten an die Kinder. Für Außenstehende gab es am Sonnabend in der Dittchenbühne viel Bekanntes auf ungewohnte Weise präsentiert, für die Darsteller und die allermeisten Zuschauer dagegen war es die eigentlich „richtige“ Art Weihnachten zu feiern: russische Weihnachten.

Die finden eigentlich am 6. Januar statt; in der Elmshorner Dittchenbühne wurde die große Feier allerdings aufs Wochenende gelegt. „Wir machen das seit zwölf Jahren“, erklärte Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt: Viele Jahre lang bot seine Organisation Sprachkurse für russlanddeutsche Aussiedler an, so wurde das Haus in Elmshorn zum zentralen Anlaufpunkt für diese Menschen. Insgesamt waren knapp 200 Gäste aus dem ganzen Kreisgebiet nach Elmshorn zum Feiern gekommen. Musikgruppen aus dem Umkreis des Chores „Hoffnung“ und Tänzerinnen unter der Regie von Valentina Holz bestritten das Programm.

Farbenfroh und temperamentvoll ging es bei der Feier zu, auf der Bühne waren prächtige Kostüme zu bewundern. Nach der Aufführung machten die ukrainischen Sängerinnen beim Essen weiter mit ihren mitreißenden Liedern, die von viel Gelächter begleitet wurden. Was sie da eigentlich sangen, das wusste auch Organisatorin und Moderatorin Frieda Büchner nicht zu sagen; aber wichtig fand sie die Frage wohl auch nicht, und das Publikum ging mit.

An der richtigen Stelle zu applaudieren, das war an diesem Abend gar nicht so einfach. So manches Lied endete scheinbar, um dann in einem Epilog unerwartet wieder aufzuflackern. Einige Mädchen stürmten  nach ihrem Auftritt so schnell von der Bühne, dass sie ihren Beifall kaum mitbekamen.

Das Tanzen auf der Bühne blieb bei der russischen Weihnachtsfeier den Frauen vorbehalten. (Foto: Roolfs)
Das Tanzen auf der Bühne blieb bei der russischen Weihnachtsfeier den Frauen vorbehalten. (Foto: Roolfs)
 

Männer traten übrigens im ganzen Programm  kaum auf. Wenn, dann trugen sie meistens ein Akkordeon vor dem Bauch. Nur eine Gruppe sang mit zwei männlichen Stimmen.

Peleminis – kleine Hackbällchen in Teig – und Piroggen  – Kohl und Champignons im Brotteig – gab es nach dem gut einstündigen Bühnen- Programm am Büfett, dazu Schweinebraten, Matjessalat, Schmand, Krautsalate und Brot.  Tagelang hatten Tatjana Filatov, Helga Zschage und Nadeschda Fink fürs Essen gekocht und gebacken, 20 Euro kostete ein Essen mit Show.

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