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Elmshorner Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:52 Uhr

20 neue Kita-Plätze beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 14:45 Uhr

Viele gelbe Punkte. Viele rote Kreuze. Und kein einziger grüner Punkt, der einen freien Platz in einer der 19 Kindertagesstätten in der Stadt Elmshorn anzeigt. Ein kurzer Blick auf das Kita-Portal genügt, um zu erkennen, dass die Betreuungsituation immer noch angespannt ist.

Den Vorstoß des katholischen Kindergartens St. Marien haben dann auch alle Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung dankbar aufgenommen und abgesegnet. In der Einrichtung an der Beselerstraße werden 20 weitere Elementarplätze für Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und sechs Jahren geschaffen. Ein Mitarbeiterraum wird dafür in einen Gruppenraum umgewandelt. Das Personal kann Räume im benachbarten Gemeindezentrum beziehen. Die Stadt wird einmalig 50  000 Euro in das Vorhaben investieren. „Günstiger können wir keine zusätzlichen Plätze schaffen“, betonte Amtsleiterin Heike Rosemann. Bei den Elementarplätzen habe die Stadt die anvisierte Versorgungsquote von 100 Prozent noch nicht erreicht. Bürgermeister Volker Hatje drückt aufs Tempo, will das Vorhaben am liebsten noch in diesem Jahr abschließen. „Einen Weg zur Finanzierung werden wir finden“, betonte der Verwaltungschef.

Bei den Krippenplätzen für Kinder im Alter von null bis drei Jahren muss sich die Stadt einer Mammutaufgabe stellen. 300 Plätze fehlen. Für 160 gibt es noch keine konkreten Planungen. Das von der Politik formulierte Ziel, bis 2020 eine Versorgungsquote von 60 Prozent in der Stadt Elmshorn zu erreichen, lässt sich „realistisch gesehen nicht mehr umsetzten“, betonte Rosemann. Um alle fehlenden Plätze auszugleichen müsste die Stadt in den kommenden vier Jahren jeweils eine Kindertagesstätte in Elmshorn neu bauen.

Hatje kritisierte, dass die Kommunen bei der Schaffung von Betreuungsplätzen „völlig alleine gelassen“ werden. „Von einem Euro, den das Land uns als Zuschuss zugesagt hat, kommen nur noch 30 Cent in Elmshorn an“, kritisierte der Bürgermeister. Grund: Die Zuschuss-Töpfe sind gedeckelt worden. Gleichzeitig werden von allen Kommunen immer mehr Kita-Plätze geschaffen. „Wir müssen unsere Investitionen über Kredite finanzieren.“ Hatje sieht auch den Kreis Pinneberg in der Pflicht, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Er forderte in diesem Zusammenhang erneut die Senkung der Kreisumlage, um der Stadt mehr finanzielle Handlungsspielräume zu geben. „So wie es jetzt aussieht, fahren wir voll gegen die Wand.

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