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Elmshorn : 1600 Besucher beim Info-Tag an der Nordakademie

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshorner Hochschule präsentiert sich ihren Gästen. Studium und Ausbildung laufen dort parallel.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 14:00 Uhr

Elmshorn | „Eine Mensa mit Dachterrasse, wo hat man das schon?“ Das mag nicht das zentrale Kriterium sein, um eine Hochschule zu beurteilen, aber die Mutter des Zehntklässlers Timo aus Henstedt-Ulzburg ist schon mal angetan vom Ambiente in der Elmshorner Nordakademie. Dort ist sie mit ihrem Sohn am Tag der offenen Tür unterwegs. Der Zehntklässler interessiert sich für Informatik und zeigt sich bei seinem ersten Besuch der Hochschule nicht abgeneigt, hier zu studieren: „Die Nordakademie kommt in Frage.“

Etwa 1600 Besucher kamen nach Angaben der Nordakademie am Sonnabend zum Tag der offenen Tür an die private Hochschule. Mehr als 400 Studienplätze sind im kommenden Jahr zu vergeben, viele Zehnt- bis Zwölftklässler und deren Eltern informierten sich über das duale Modell der Nordakademie. Dabei laufen Studium und Ausbildung im Unternehmen parallel, eingestellt werden die Studenten von Firmen, die mit der Hochschule kooperieren und die Studiengebühren übernehmen.

„Das Geld ist auch ein Vorteil“, findet Tim Bogadtke aus dem Herzogtum Lauenburg. Denn die Finanzierung der Hochschulzeit ist für die Studenten über ihr Gehalt gesichert. „Schneller im Berufsleben, viel mehr Praxisbezug“, das gefällt dem jungen Mann außerdem. Wirtschaftsingenieur will er werden. Die Nordakademie bietet nur vier Bachelor-Studiengänge an: Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Angewandte Informatik. „Wahrscheinlich angewandte Informatik“ will Max Hauschildt studieren. Er kommt aus Hamburg und macht im kommenden Jahr Abitur. Mit seiner Schule hat er schon einige Universitäten besichtigt und lobt die Nordakademie mit ihren 1800 Studienplätzen: „Hier ist es klein und überschaubar.“ Das duale Studium bietet ihm einen großen Vorteil: „Ich bin ein bisschen faul, ein normales Studium kommt für mich nicht in Frage“, sagt er ehrlich: Er brauche Kontrolle.

Die würde er in Elmshorn wohl bekommen: „Das ganze System ist sehr verschult“, sagt Ines Gittel. Sie studiert im zweiten Semester angewandte Informatik und sitzt an einem Holztisch im Schatten, vor sich Informationsmaterial der Hochschule und um sich immer wieder neugierige Eltern und Interessenten. Gittel zählt die häufigsten Fragen auf: Studienablauf, Aufteilung Theorie und Praxis, was heißt „duales Studium“, oder auch ganz konkret Fragen nach Zimmern. An der Nordakademie gibt es zwei Studentenwohnheime, eins auf dem Campus und eins gleich nebenan.

Hochschule und Betrieb im Wechsel

An der Nordakademie wird in Trimestern studiert; ein Durchgang an der Hochschule dauert zehn Wochen, dann geht es zurück ins Unternehmen. Gittel gefallen der Rhythmus und die Hochschule: „Die Dozenten sind in Ordnung“, findet sie: „Es sind neun schöne Wochen, die zehnte mit den Klausuren nicht unbedingt“.

Annika Koop macht in diesem Jahr in Lübeck ihr Abitur; danach wird sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) am Lübecker Theater absolvieren. Anschließen will sie studieren, sie hat an der Nordakademie unter den 60 Firmenständen auf der kleinen Messe im Audimax schon zwei Favoriten gefunden. „Airbus ist sehr international“, da sieht sie gute Möglichkeiten für Aufenthalte im Ausland. Bei der Bauer Media Group reizt sie „das Künstlerische, der Journalismus“. Koop will BWL an der Nordakademie studieren, „die Bewerbungen gehen demnächst raus“, gibt sie sich zielstrebig.

Lydia Ehlers repräsentiert Medac, ein Pharmazie-Unternehmen aus Wedel. Die Firma ist eins von rund 600 Kooperationsunternehmen der Nordakademie und heute zum ersten Mal beim Tag der offenen Tür dabei. Ein bis zwei BWLer und einen Wirtschaftsinformatiker möchte Medac gern pro Jahr ausbilden. Aber Ehlers ist mit ihrem Studienbeginn 2012 bisher die erste und einzige Nordakademie-Informatikerin bei den Wedelern, geeignete Bewerber finden sich schwer. Heute soll die junge Frau ihre Firma bekannter machen; „ein paar Informatiker, ein paar mehr BWLer“ sind bisher an ihren Stand gekommen, berichtet sie vom mühsamen Geschäft der Nachwuchssuche.

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