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100 Radfahrer 2016 auf Elmshorns Straßen verletzt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Unfallstatistik Zwei Verkehrsteilnehmer starben / Polizei registrierte 323 Unfälle im Stadtgebiet

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 17:27 Uhr

Weniger Unfälle und weniger Verletzte: Auf den ersten Blick sieht die Unfallstatistik 2016 nicht schlecht aus. Doch im vergangenen Jahr verloren zwei Menschen auf Elmshorns Straßen ihr Leben. Eine Fußgängerin wurde in der Ansgarstraße überfahren. An der Kreuzung Sibirien/Wittenberger Straße verunglückte ein Motorradfahrer außerhalb der geschlossenen Ortschaft tödlich.

Insgesamt registrierte die Polizei 323 Unfälle (fünf weniger als 2015.) 251 Verkehrsteilnehmer (2015: 265) wurden dabei leicht verletzt, 18 schwer (2015: 17).

Neun Unfälle, sechs Schwerverletzte: Die Kreuzung an der „Badewanne“ – Reichenstraße, Berliner Straße, Hamburger Straße und Ansgarstraße – ist Elmshorns gefährlichste Kreuzung, gefolgt von der Kreuzung Langelohe/Mühlenkamp. Dort krachte es im vergangenen Jahr sieben Mal. Sechs Unfälle ereigneten sich an den Kreuzungen Schulstraße/Peterstraße, Westerstraße/Hafenspange und Wittenberger Straße/Sibirien. Hauptunfallursachen waren 2016 die Missachtung der Vorfahrt und Fehler beim Abbiegen.

Sorgen bereiten Elmshorns Polizeichef Thorsten Buchwitz vor allem die 110 Verkehrsunfälle, in die Radfahrer involviert waren. 100 Radfahrer wurden dabei verletzt, neun von ihnen schwer. Unter den verletzten Radlern waren 25 Kinder, neun mehr als noch im Jahr 2015. „Darum müssen wir uns dringend kümmern“, betonte Buchwitz. Er kündigte an, dass der Schutz der Radfahrer, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, in diesem Jahr ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit sein werde. „Dazu gehört auch die Ahndung von Fehlverhalten“, betonte Buchwitz. Allein bei 25    Verkehrsunfällen hatten Radfahrer die falsche Fahrbahnseite benutzt. Ohrstöpsel im Ohr, Handynutzung während der Fahrt: Laut Buchwitz seien viele Radler abgelenkt. Auch auf diesen Punkt werde die Polizei den Fokus legen. „Wir haben im vergangenen Jahr 900 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen“, sagte der 53-Jährige. Bis zu 25 Euro mussten die ertappten Radler an Strafe zahlen.

Im Konfliktfeld Auto/Radler waren in 37 Fällen die Autofahrer die Unfallverursacher. 53 Mal hatten die Radfahrer Schuld.

Fußgänger waren im vergangenen Jahr 17 Mal (2015: 22 Mal) in einen Unfall verwickelt. Neben dem tödlichen Unfall wurde eine Person schwer, 13 (2015: 22) leicht verletzt.

Nicht nur bei den Radunfällen ist die Zahl der betroffenen Kinder gestiegen. Insgesamt wurden in Elmshorn bei Verkehrsunfällen 33 Kinder verletzt, zehn mehr als im Jahr 2015.

Zu hohe Geschwindigkeiten spielten laut Buchwitz bei den Unfallursachen eine untergeordnete Rolle. Doch gerade die Hamburger Straße ist zur Raserstrecke geworden. Dort hat die Polizei in diesem Jahr Autofahrer erwischt, die mit mehr als 100 Stundenkilometern unterwegs waren. Dass dort regelrechte Rennen gefahren werden, konnte Buchwitz nicht bestätigen.

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