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0:5-Klatsche: VfR Horst erlebt Pokal-Debakel

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Es sollte der erste Schritt in Richtung der nächsten Pokal-Erfolgsgeschichte werden, endete jedoch in einem Debakel. Die Landesliga-Fußballer des VfR Horst kassierten im Achtelfinale des Schleswig-Holsteinischen Landespokal eine herbe 0:5 (0:1)-Klatsche gegen den SV Preußen Reinfeld. „Wir wurden gegen Ende auseinandergepflückt. Reinfeld hat seine Klasse demonstriert und uns ganz klar unsere derzeitigen Grenzen aufgezeigt“, befand Horst-Trainer Michael Fischer.

Im ersten Pflichtspiel der neuen Spielzeit war Horst gegen den Staffelkonkurrenten aus Holstein von Beginn an unter Zugzwang. Nach vier Minuten besaßen die Gäste die erste Kopfballchance, Dennis Lie setzte das Leder jedoch am Kasten vorbei. Eine Viertelstunde später zappelte der Ball dann im Netz: VfR-Verteidiger Nils Niendorf fälschte einen Distanzschuss von Torjäger Kristof Rönnau unglücklich ab.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine, wo Michael Fischer die richtigen Worte wählte. Die Hausherren agierten zu Beginn des zweiten Durchgangs offensiver, der agile Dennis Muja verzog jedoch aus 16 Metern (54.). Zwei Minuten später klärte ein Gästeverteidiger nach Hereingabe von Oliver Kuck vor dem einschussbereiten Michel Gorny. „In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel waren wir viel besser im Spiel und hätten den Ausgleich erzielen müssen“, befand der hiesige Übungsleiter. Auf der anderen Seite versuchte VfR-Torhüter René Lemke nach einem verunglückten Rückpass Niendorfs eine Ecke zu verhindern, eine folgenschwere Entscheidung. Die Gäste führten den Eckball schnell aus, das Tor war verwaist und Rönnau nickte unbedrängt zum 0:2 ein (67.).

Der Gegentreffer sollte Spuren hinterlassen. Fortan herrschte in der Horster Defensive heilloses Durcheinander. Nach einem langen Ball nahm Dennis Lie in Seelenruhe den Ball an und netzte beinahe unbedrängt aus 18 Metern ins linke obere Toreck ein (69.). „Die Köpfe der Spieler gingen anschließend nach unten. Weder die Abwehr noch das Mittelfeld waren präsent“, haderte Fischer. Torhüter Lemke hinterließ auch beim vierten Gegentreffer einen schlechten Eindruck (76.), drei Minuten später wurde Horst gnadenlos ausgekontert. „Das war ein ganz bitterer Nachmittag für uns“, so Fischer, der trotz der noch ausstehenden endgültigen Staffeleinteilung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes davon ausgeht, dass seine Elf Preußen Reinfeld in der kommenden Saison zweimal gegenüberstehen und Horst somit weiter der Holstein-Staffel angehören wird.

Zunächst einmal richten Fischer und Co. den Blick jedoch gen Freitag. Dann steht beim SV Wellenkamp Itzehoe die erste Runde im Kreispokal an. „Wir müssen und werden die Niederlage schnell abhaken. Wir sind Titelverteidiger und wollen erneut den Pokal holen“, so die kämpferischen Worte des 49-Jährigen.

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erstellt am 08.Jul.2017 | 15:10 Uhr

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