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Vernissage in Barmstedt Schlossinsel: Ausstellung in der Galerie III eröffnet

Von Ulf Marek | 20.11.2017, 12:30 Uhr

Berliner Künstler Michael Jastram zeigt Zeichnungen und Bronzearbeiten.

Auf großen Anklang ist am Sonnabend die jüngste Ausstellungseröffnung in der Galerie III auf der Rantzauer Schlossinsel gestoßen. Zahlreiche Kunstfreunde aus der Region ließen es sich nicht nehmen, bei der Vernissage der Ausstellung „Michael Jastram – Bronze und Zeichnung“ dabei zu sein, die stimmungsvoll durch musikalische Beiträge von Lydia Schmidt (Akkordeon) und Jorge Paz (Gitarre) umrahmt wurde.

 Im Laufe des Nachmittags erklangen mehrere, von bekannten Komponisten adaptierte Stücke – von Johann Sebastian Bach bis zu den Beatles. Sehr passend, mochte man meinen, denn die Zeitlosigkeit wie auch die Vielfältigkeit dieser Werke der Musikgeschichte ließen sich gut auf Jastrams Arbeiten übertragen. Zu sehen sind unterschiedliche Bronzefiguren und großformatige Zeichnungen, die der Berliner Künstler in der jüngeren Vergangenheit angefertigt hat.

„Seine Objekte bewegen sich in der Spannung zwischen Lebendigkeit und Zeitlosigkeit. Die Figuren scheinen innezuhalten, sich in einen Moment der Entscheidung zu befinden, der von tragender Bedeutung ist“, erklärte Galerie-Betreiberin Karin Weißenbacher bei ihrer Ansprache. Die Bronzefiguren drückten trotz der Starre des Materials und der Schlichtheit ihrer Gestaltung große Lebendigkeit aus.

„Die Ästhetik seiner Ausdrucksformen ist filigran und doch massiv gleichermaßen“, so Weißenbacher. Vieles sei in Bewegung und unterwegs. „Darauf weisen unter anderem die archaisch wirkenden Räderkonstruktionen hin, die ein wichtiges Element in Jastrams Werk darstellen“, betonte sie. Das Credo des Künstlers – „Es gibt keinen Stillstand, alles ist in Bewegung“ – schlage sich auch deutlich in dessen zeichnerischen Arbeiten nieder.

Nicht verwunderlich, denn seine großformatigen Zeichnungen – aus Tusche auf Karton gefertigt – entstünden parallel zum bildnerischen Prozess und, so Weißenbacher weiter, „befassen sich mit der Stimmung, Statik und Spannung“ des entstehenden bildnerischen Werks.

Die Ausstellung stellt die letzte Präsentation in der Galerie III in diesem Jahr dar. Sie läuft bis zum 14. Januar und ist während der regulären Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das Atelier III ist dienstags bis donnerstags jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie  sonnabends und sonntags jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen sind nach vorheriger  Vereinbarung unter der Rufnummer (04123) 3026 bei Karin Weißenbacher möglich.