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Wegen Wartungsarbeiten Die Klappbrücke wird zweimal gesperrt

Von pen | 13.01.2017, 12:03 Uhr

Die Termine sind im Februar und April. Durch eine neue Wartungsfirma sollen Kosten gespart werden.

Die Elmshorner und ihre Käpten-Jürs-Brücke - wenn alles klappt, sind alle zufrieden. Doch wehe, die Krückauquerung ist außer Betrieb. Dann heißt es gleich: „War ja klar, viel zu kompliziert. Das Ding ist immer kaputt“. – Stimmt nicht. Die Brücke, die am 6. September 2013 eröffnet wurde, funktioniert vergleichsweise gut und hat ihre Kinderkrankheiten überstanden. Damit keine neuen dazukommen, muss das Bauwerk regelmäßig gewartet und das Personal geschult werden. Dafür gibt es im ersten Halbjahr 2017 Termine im Februar und April.

Eine alternative Route durch die City müssen Autofahrer, Radler und Fußgänger voraussichtlich vom 6. bis 8. Februar suchen. Dann ist die Klappbrücke jeweils von 8.30 bis 15.30 Uhr gesperrt. In dieser Zeit werden Mitarbeiter der Firma TC-Hydraulik geschult, die das Bauwerk künftig warten und überwachen sollen. Das Unternehmen aus Heide hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt.

TC Hydraulik ist deutlich günstiger als die Firma SEH Engineering, die die Brücke gebaut und bisher gewartet hat. Im städtischen Haushalt stehen für dieses Jahr 100.000 Euro zur Verfügung. Dieser Posten fällt künftig mit der neuen Wartungsfirma viel niedriger aus.

Doch zunächst muss das Personal aus Heide gründlich eingearbeitet werden. „Die Klappbrücke ist ein komplexes Gebilde“, sagt Ingo Brüss. Der Ingenieur ist im Rathaus für die Brücke zuständig. Ob Stahlbau, Lager, Hydraulik oder Klapptechnik, alles muss reibungslos funktionieren. Dazu kommt die ausgefeilte Computertechnik des 14,6 Millionen Euro teuren Bauwerks.

„Im Prinzip überwacht sich die Brücke selbst“, sagt Ingo Brüss. Der Computer steuert alle Vorgänge. Die Daten laufen in der Leitstelle bei den Stadtwerken zusammen. Doch das Wartungsteam muss die Brücke im Notfall auch mechanisch steuern können.

Überwacht wird die Technik künftig auch in Heide bei TC -Hydraulik. Dort können alle Daten aus Elmshorn ausgelesen werden. „Man muss sich das so vorstellen, wie in der Autowerkstatt. Da ist eine Diagnose per Computer jederzeit schnell möglich“, sagt Ingo Brüss. Gibt es ein Problem mit dem 340 Tonnen schweren Koloss, kümmert sich TC-Hydraulik zusammen mit der Stadt um eine schnelle Lösung.

Zweimal im Jahr muss die 40 Meter lange und 16 Meter breite Brücke in Elmshorn gewartet werden, das ist Vorschrift. Nächster Termin ist im April - voraussichtlich in den Osterferien. Drei bis vier Tage sind veranschlagt. Dann ist die Querung gesperrt.

Diese Zeit nutzt die Stadt für eine Straßenbau-Maßnahme im Umfeld der Käpten-Jürs-Brücke. Die Fahrbahndecke des Wedenkamps vom Sandberg bis zur Kreuzung Deichstraße wird erneuert. Der Belag ist zwar erst vier Jahre alt, doch der Asphalt weist bereits jetzt Risse auf. Ein Sachverständiger hat im Auftrag der Stadt festgestellt, dass das Bindemittel, das die Baufirma benutzt hat, fehlerhaft war. Ingo Brüss: „Die neue Asphaltierung fällt unter die Gewährleistung“. Wie lange der Wedenkamp gesperrt bleibt, steht noch nicht fest.

Wie wichtig die Käpten-Jürs-Brücke samt Zufahrt für die Verkehrsführung in der Innenstadt geworden ist, belegen die Zahlen. Täglich rollen 12.000 bis 13.000 Fahrzeuge über die Klappbrücke. „Das ist kein Problem, die Brücke ist auf mehr ausgelegt“, sagt Ingenieur Ingo Brüss. Ist der Weg über die Klappbrücke erst einmal in der ganzen Stadt voll ausgeschildert, rechnet er mit 15.000 bis 16.000 Fahrzeugen pro Tag.