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Erfolg für „Soko Castle“ : Einbrüche in Hamburg und Lüneburg – Männer festgenommen

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Hamburger „Soko Castle“ klärt Wohnungseinbrüche auf. Einer der Verdächtigen soll zu einer Bande gehören.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 16:47 Uhr

Lüneburg/Hamburg/Münster | Die „Soko Castle“ der Hamburger Polizei soll Einbrüche und Diebstähle bekämpfen - jetzt melden die Ermittler einen neuen Erfolg. In Zusammenarbeit „Soko Castle“ und der Polizei in Münster (Nordrhein-Westfalen) hat die Polizei in Lüneburg weitere Einbrecher in der Region auf frischer Tat festgenommen.

Die „Soko Castle“ ist seit August 2015 aktiv. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Wohnungseinbrüche in Hamburg um 8,2 Prozent auf 7500 Taten gestiegen. Die Aufklärungsquote betrug laut Kriminalstatistik 8,3 Prozent. Mit der Sonderkommission will die Hamburger Polizei dieser Entwicklung entgegenwirken und die Hansestadt für Einbrecher unattraktiver machen.

Dabei handelt es sich um einen 35-jährigen Mann sowie dessen 17-jährigen Komplizen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der 35-Jährige dürfte nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler Mitglied einer Bande sein, die sich auf Wohnungseinbrüche spezialisiert hat.

Nach einer Serie von mindestens fünf Einbrüchen in Wohnhäuser im Bereich Barendorf, Bavendorf, Dahlenburg, Embsen und Altenmedingen im Landkreis Uelzen Mitte August kamen Ermittler des Lüneburger Zentralen Kriminaldienstes nach Hinweisen von Bürgern auf die Spur der Täter. In Zusammenarbeit mit Ermittlern aus Hamburg und Nordrhein-Westfalen konnten die Lüneburger Ermittlern den Tatverdachtgegen den 35-jährigen Beschuldigten erhärten, so dass dieser am 7. Oktober 2015 beim einem Einbruch mit seinem Komplizen vorläufig auf frischer Tat festgenommen werden konnte.

Die Tatverdächtigen hebelten am Mittwoch ein Fenster im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses in Hamburg-Lohbrügge auf und durchsuchten mit Ausnahme des Kellers das gesamte Haus. Über die Beute kann die Polizei noch keine Angaben machen, weil der Eigentümer nicht anwesend war. Das Mobile Einsatzkommando nahm die beiden Verdächtigen am selben Tag in Hamburg-Lohbrügge fest. Bei den Tatverdächtigen wurden Schraubendreher sichergestellt - das passt laut Polizei zur Spurenlage am Tatort.

Die Täter nutzten einen Opel Sigma, in dem die Ermittler die mutmaßliche Beute wie zum Beispiel Münzen sicherstellten. Nach den bisherigen Ermittlungen ist der 35-jährige mutmaßliche Haupttäter verdächtig, in Niedersachsen mehrere Wohnungseinbruchdiebstähle begangen zu haben. Im Raum Münster in Nordrhein-Westfalen werden seiner Bande weitere Einbruchstaten zugeordnet.

Nach der Festnahme der Beschuldigten vollstreckten die Beamten mehrere Durchsuchungsbeschlüsse für Wohn- und Aufenthaltsorte der Männer in Hamburg und Münster. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung der Beweismittel sowie die Ermittlungen bezüglich weiterer Taten, die der Gruppierung zugeordnet werden könnten, dauert an.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg werden die Beschuldigten am Donnerstag dem Haftrichter in Lüneburg vorgeführt.

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