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Lokales

18. November 2017 | 02:14 Uhr

Mit Video : Ein neuer Bewohner in Langes Tannen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Nabu hat sechs Brutpaare des seltenen Waldlaubsängers auf dem Gelände entdeckt.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 16:47 Uhr

Uetersen | Roland Dilchert vom  Nabu-Ortsverein  Elbmarschen läuft regelmäßig durch Langes Tannen − der Fitness wegen und auf der  Suche nach  neuen Vogelstimmen,  die ihm eine weitere Art ankündigen.  50 Vogelarten haben Dilchert und seine Kollegen bislang entdeckt und katalogisiert. Unter anderem einen Kolkraben und viele Buntspechte. Langes Tannen, sagt er, scheine ein Paradies für diese Spechte zu sein. Kürzlich ist Dilchert auf eine neue Spezies aufmerksam geworden: den  Waldlaubsänger. Das ist ein etwa elf bis 13 Zentimeter langer Langstreckenzugvogel, zu erkennen  an seinem weißen Bauch, der gelben Kehle, seinem  grünen Rücken und der  gelblichweiß gefärbten Brust.  Der Waldlaubsänger ist der größte Vertreter aller heimischen Laubsängerarten. Sein Ruf klingt in etwa wie „sib“ oder „tüh“, wobei sein Gesang  aus zwei Strophen besteht, welche auch unabhängig voneinander vorgetragen werden können: Die erste klingt wie eine anlaufende Nähmaschine, die zweite ist ein abfallendes „düh-düh-düh-düh“.

Er lebt in lichten Laub- und Mischwäldern, Buchenwäldern und Parkanlagen. Langes Tannen sei, so Dilchert, ideal für den Vogel,  der zu  den gefährdeten Arten Europas zähle und daher auf der Roten Liste stehe.

In Uetersens Stadtwald hat Dilchert sechs Brutpaare entdeckt.  Diese eigentlich erfreuliche Tatsache  treibt ihm  jedoch auch Sorgenfalten ins Gesicht. Denn der Waldlaubsänger ist  ein  Bodenbrüter. Und weil leider nicht alle Hundefreunde sich  an  das Leinengebot hielten, seien die Gelege, welche jetzt platziert würden,   nicht sicher.  Sein Appell  daher an die Hundehalter,  die das Naherholungsgebiet an der Heidgrabener Straße  mit ihren Vierbeinern aufsuchen: „Leinen sie ihre Tiere an, gerade jetzt, in der Brut- und Setzzeit.“

Nicht nur er, sondern viele, die Langes Tannen regelmäßig aufsuchten, erfreuten sich an dem Gesang der Vögel. Da sei es sehr schade,  wenn  die Tiere durch  frei laufende Hunde gestört würden.

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