Zwischenstation oder Dauerlösung?

porträt kühl 1

von
30. Juni 2014, 15:05 Uhr

Schleswig hat gewonnen, Eckernförde muss Federn lassen. Dieser seit eineinhalb Jahren gültigen Gewissheit folgen jetzt Taten: Das unter dem Label „Eckernförde-Schleswig“ firmierende Finanzamt entledigt sich seiner ersten Immobilie, der Nebenstelle in der Schleswiger Straße 19. Die Arbeit wird jetzt in der Außenstelle in Schleswig und am Hauptsitz in der Eckernförder Bergstraße erledigt. So real sie auch ist, so widersinnig erscheint diese Entscheidung noch immer. Da bislang weder Argumente noch Proteste daran etwas ändern konnten, ist der Zug wohl abgefahren und Eckernförde um 100 Arbeitsplätze ärmer.

Fürs erste bleibt das Land Eigentümer des Amtsgebäudes und wird die Kriminalpolizei dorthin beordern, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Festnahmen statt Steuerbescheide wird dann das Motto ab 2015 lauten. Es ist nur die Frage, ob für die nächsten Dekaden oder nur für die nächsten fünf Jahre bis 2020. Denn die Vorteile einer gemeinsamen Dienststelle von Schutz- und Kriminalpolizei wie jetzt im zu eng gewordenen Revier in der Gerichtsstraße lassen sich ohne Anbau in der Schleswiger Straße nicht umsetzen, in der Bergstraße 50 hingegen schon.

Aber dieser Prachtbau wird noch weitere Bewerber auf den Plan rufen. Und es kann nur eine Entscheidung mit Zustimmung der Stadt geben, das ist das Land der Stadt schuldig.

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