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Freiwilliges Ökologisches Jahr : Zwischen Krabben und Eichhörnchen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die 19-jährige Linda Gawantka aus Hamburg absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei Green Screen, OIC, UIZ und Eichhörnchen-Schutzstation. Das Angebot ist neu, die Aufgaben sind abwechslungsreich.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 18:25 Uhr

Eckernförde mag klein sein, doch die Aufgabe für Linda Gawantka ist groß: Die 19-Jährige absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei dem Bio-Quartett aus Ostsee Info-Center (OIC), Umwelt-Info-Zentrum (UIZ), Eichhörnchen-Schutzstation und Green Screen. Sie ist die erste, die das neue Angebot wahrnimmt.

Auf Lehramt studieren oder irgendwas mit Biologie – Linda Gawantka weiß noch nicht so genau, was sie machen soll. Da kommt ihr das FÖJ gerade recht: „Für mich ist es eine gute Orientierungsmöglichkeit“, sagt die Abiturientin. „Ich gehe nicht vom Lernen in der Schule zum Lernen an der Uni über, sondern kann praktisch arbeiten und ausprobieren, was mir Spaß macht.“

Die vier Einrichtungen bieten zum ersten Mal eine Stelle für ein FÖJ an. Sie haben sich zusammengeschlossen, um den jungen Menschen ein möglichst abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld anbieten zu können. „Alles ist dabei“, sagt Biologin Adrienne Günther aus dem OIC, „terrestrische Biologie, Meer, Medien und mit den Eichhörnchen auch der Niedlichkeitsfaktor“. Schon öfter hat sie Praktikanten im OIC betreut und viele Vorteile für beide Seiten feststellen können. So ist die Schweinswalwand die Diplom-Arbeit einer ehemaligen Praktikantin. Sie hatte ein praktisches Thema und das OIC eine neue Attraktion. Mit den FÖJlern soll es nicht anders sein.

Linda Gawantka hat im August ihren Dienst angetreten und die heiße Phase des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen mitbekommen. Dort hat sie im Büro gearbeitet und bei der Betreuung der Naturfilmer geholfen. Im OIC hat sie die Fische gefüttert, Aquarien gesäubert und auch schon eigene Gästeführungen durch die Ausstellung unternommen. Zurzeit arbeitet sie sich in der Eichhörnchen-Schutzstation ein und wird danach ins Umwelt-Info-Zentrum eingeführt. „Sie schnuppert in alle Bereiche hinein und kann sich dann entscheiden, wo sie sich intensiver engagieren möchte, auch gern mit einem eigenen Projekt“, so Moni Rademacher von der Eichhörnchen-Station.

Untergekommen ist Linda Gawantka in der ehemaligen Zivi-Wohnung in der Bürgerbegegnungsstätte, erhält eine kleine finanzielle Zuwendung. Sie hat eine der 111 begehrten Stellen in Schleswig-Holstein bekommen, die das Land mit einer Gesamtsumme von 800 000 Euro unterstützt. Drei Bewerber hat es auf die Stelle in Eckernförde gegeben. Linda hat es unter anderem geschafft, weil sie sich sehr gut vorbereitet hatte.

Das FÖJ soll auch in Zukunft in Eckernförde angeboten werden – der Bewerbungszeitraum läuft noch bis zum 28. Februar 2014.

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