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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 20:33 Uhr

Zweites Gutachten über die Ulmen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 14:48 Uhr

Um den Zustand von drei Bergulmen an der Kieler Chaussee erneut überprüfen zu lassen, beschloss der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung, ein zweites Gutachten in Auftrag zu geben. Da bei den mehreren hundert Jahre alten Bäumen die Gefahr besteht, dass bei starkem Sturm Äste herunterkommen, wurde der Baumsachverständige Walter Buensdorf aus Westerrönfeld mit der Beurteilung der Ulmen im Verlauf der Kieler Chaussee beauftragt. Nach dem nun vorliegenden Gutachten wird empfohlen, die Bäume zu beseitigen. Alternativen, wie etwa die Bäume mit Seilen zu stabilisieren, seien danach aufgrund ihrer Mächtigkeit nicht realisierbar. Für Dirk Jöhnk (Bündnis 90/Die Grünen) ist das keine akzeptable Lösung. „Ich schaue mir die Ulmen seit Jahren an“, erklärte er. „Sie sind nicht mehr so vital wie früher. Aber sie wachsen noch ganz gut. Ich finde es erstaunlich, dass plötzlich alle drei gefällt werden sollen.“ Totholz müsse natürlich entfernt werden. Das Gutachten hält er nicht für fundiert genug. In dem zehnseitigen Gutachten beschäftige man sich nur eine Seite speziell mit diesen drei Ulmen, kritisierte er. Ansonsten bestehe es nur aus allgemeinen Texten. Dieser dürftige Aufwand würde den Jahrhunderte alten Bäumen nicht gerecht. „Wir sollten in Zukunft Gutachter wählen, die dem ganzen mehr Sorgfalt entgegenbringen.“ Der Bauausschussvorsitzende Marco Koch (CDU) stimmte zu. Auch er sprach sich dafür aus, die Bäume möglichst zu erhalten. „Es sind die letzten Bäume einer Allee, die früher bis nach Kiel reichte.“

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