Tag der Offenen Tür : Zweisprachig und selbstständig lernen

„Water experiments“: Lehrerin Christine Kleißt unterrichtet HSU nach der immersiven Unterrichtsmethode – auf Deutsch und Englisch.
„Water experiments“: Lehrerin Christine Kleißt unterrichtet HSU nach der immersiven Unterrichtsmethode – auf Deutsch und Englisch.

Privatschule Mittelholstein stellt Unterrichtskonzept bei Tag der offenen Tür vor

shz.de von
10. Dezember 2013, 06:15 Uhr

„Water experiments“ steht an der Tafel. Die Schüler saßen vorne und hörten aufmerksam zu. Lehrerin Christine Kleißt erklärte den Ablauf der Unterrichtsstunde. In einem ersten Experiment goss sie kaltes Wasser in ein Glas und tröpfelte etwas Tinte hinein. Sie hielt den Becher mit Wasser hoch und schüttelte ihn. „Ink is mixing with water“, sagte sie dazu. „Die Tinte vermischt sich mit dem Wasser. Ink is mixing with water.“ Sie spricht Englisch, wiederholt auf Deutsch, dann wieder auf Englisch. Es ist eine HSU (Heimat- und Sachunterricht)-Stunde, 3. Klasse, Anschauungsunterricht der Privatschule Mittelholstein.

Seit August werden in den Räumlichkeiten der Schule in Neudorf 21 Grundschüler unterrichtet, nachdem die öffentliche Schule vom Schulamt wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen worden war. Ein Umstand, der Privatschulen entgegenzukommen scheint. Und eine Chance für Schüler auf individuelleren Unterricht – wenn das Geld da ist. Am Sonnabend nutzten zahlreiche Eltern mit Kindern den Tag der offenen Tür der Privatschule in Neudorf, um das Personal kennen zu lernen und sich Einblick in Unterrichtsmethoden zu verschaffen. Unterrichtet wird nach der immersiven Unterrichtsmethode. Das bedeutet, jeglicher Unterricht bis auf das Fach Deutsch geschieht in englischer Sprache. Von Anfang an, ab der 1. Klasse. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf selbstständiges Lernen und Arbeiten gelegt. „Die Zeit haben wir“, betonte sie.

Elternvertreter Helge Kühl gab sich zuversichtlich. Zwölf Interessenten für das kommende Schuljahr gebe es bereits. „Wir sind sehr froh, dass wir die Privatschule hier haben und wollen sie auch langfristig halten.“ Wegen der kleinen Klassen könnten sich alle Kinder sehr gut entwickeln. Mit einem elitären Ort habe das gar nichts zu tun.

www.privatschule-mittelholstein.com



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