Kochduell : Zweimal Pasta und Kaffee zur Mousse

Kochen ist Teamarbeit: (v.l.) Regina Jansen, Kevin Hetzinger, Michael Stöcken, Yilmaz Büyükdere, Merlin Hundertmark, Globetrotter-Betriebsleiter Stephan lütke Twehues und Dr. Peter Rösner.
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Kochen ist Teamarbeit: (v.l.) Regina Jansen, Kevin Hetzinger, Michael Stöcken, Yilmaz Büyükdere, Merlin Hundertmark, Globetrotter-Betriebsleiter Stephan lütke Twehues und Dr. Peter Rösner.

Zweite Runde des EZ-Kochduell: Grundschulleiterin Regina Jansen fordert im „Campfire“ Internatsleiter Dr. Peter Rösner heraus

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28. Februar 2018, 06:34 Uhr

Ascheffel | Gleich zweimal Pasta bekamen die Gäste am Montagabend im Restaurant Campfire in der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg serviert, für Low-Carb-Esser war die zweite Runde des Kochduells des Eckernförder Zeitung also eher nichts. Von einem Kohlenhydrat-reduzierten Hauptgang hielten sowohl Fleckebys Grundschulrektorin Regina Jansen als auch Louisenlunds Schulleiter Dr. Peter Rösner nicht viel. Beide hatten sich für ein Gericht mit Nudeln und Fleisch entschieden. Den Gästen gefiel’s. Mehrfach gab es für die beiden Rezeptideen die Höchstpunktzahl zehn. Am Ende setzte sich Regina Jansen im Pädagogen-Kochduell gegen ihren männlichen Kollegen durch und kann sich nun Hoffnung auf den Einzug ins Finale machen.

Regina Jansen hatte sich als Vorspeise ein Sellerieschaumsüppchen mit gebratenen Champignons und gehackten Macadamia-Nüssen ausgesucht. „Sellerie C’est la vie“ nannte sie den Auftakt des Vier-Gänge-Menüs. Ihr Hauptgericht: „Wilde Roulade mit Pfiff“ – Kräuterrinderroulade mit Gemüsepappardelle. Peter Rösner kredenzte den Gästen einen Holzfällertopf. Dahinter verbargen sich Käsespätzle mit Schweinefilet und Rahmsauce. Zum Abschluss gab es von ihm weiße Mousse mit Beerenfrüchten und Espresso-Schaum.

Unterstützt und beraten wurden die beiden Hobby-Köche von Michael Stöcken, Küchenmeister aus dem Strandrestaurant Karlsminde, der zum neunten Mal die Aktion „Kochduell“ begleitete. Stöcken hatte seinen Koch Merlin Hundertmark dabei. Vom Campfire waren es der stellvertretende Küchenchef Kevin Hetzinger und Koch Yilmaz Büyükdere, die noch den einen oder anderen kulinarischen Tipp für die Duellanten hatten. So empfahl Hetzinger, die Petersilie für die Suppe zu frittieren. Das machte das Kraut so richtig knackig und verlieh ihm eine ungewöhnliche Geschmacksnote. „Es ist gecrusht“, sagte Hetzinger. Auch den Vorschlag, das Trüffelöl direkt auf die Pilze zu geben und nicht in der Suppe verteilen zu lassen, nahm Regina Jansen gerne für ihre heimischen Kochabende mit Mann und Freunden auf.

Regina Jansen liebt die mediterrane Küche und da gehöre Pasta einfach dazu. Und mit den gut ein Zentimeter breiten Pappardellen, hatte sich die Groß Wittenseerin ganz besondere Nudeln ausgesucht. „Die kennen nicht viele“, lobte Kevin Hetzinger die Rezept-Idee Jansens. Zu den Nudeln gab es Rinderroulade auf Möhren, Pastinaken und Zucchini. Als farblichen Tupfer kreierten Hetzinger und Jansen noch ganz spontan Chips aus Süßkartoffeln.

Bei Dr. Peter Rösner waren die Nudeln deutlich kleiner: Käsespätzle, die schmecken nicht nur dem Internatsleiter, sondern auch seiner Familie. Das Rezept für die Knöpfle hatte er aus dem „Bayerischen Kochbuch“, „das Standardwerk für die Kochausbildung in Bayern“, so Rösner. Rund 1,2 Kilogramm Teig hatte der gebürtige Schwabe hergestellt. „Der Teig darf nicht zu flüssig und nicht zu fest werden“, betonte Rösner. „Fluffig eben.“ Genau richtig sei die zähe Masse, wenn sie Blasen werfe. Mit Yilmaz Büyükdere hatte Rösner auch einen alten Bekannten an seiner Seite. Der „Campfire“-Koch hat in der Louisenlunder Schulküche gelernt und dort seine Gesellenprüfung abgelegt.

Ordentlich in den rechten Arm ging dann das Hobeln der Spätzle, dafür hatte sich der Internatsleiter seinen eigenen Spätzlehobel von Zuhause mitgebracht und auch gleich den passenden Topf dazu. „Man weiß ja nie“, sagte er. Der Käse: eine Mischung aus Gouda, Emmentaler und Bergkäse. Spätzle, Käse, Spätzle, Käse, Spätzle – in dieser Reihenfolge wollte Rösner die Teigwaren geschichtet haben. Dafür nahm er kurzerhand 26 Kaffeetassen, die nach dem Garen im Ofen auf die Teller gestürzt wurden.

Um Kaffee ging es auch bei seiner Nachspeise. „Mousse à la Gitesi“, nannte er sie geheimnisvoll. Denn der Kaffee stammt von der Gitesi-Plantage in Ruanda und wird im Rahmen eines Projektes von Internatsschülern in Louisenlund selbst geröstet. Auf die weiße Mousse und Beeren füllten die Köche einen Espresso-Schaum aus diesen edlen Bohnen. Für das Ruanda-Projekt, das den Aufbau von Schulen in dem afrikanischen Land fördert, bat Rösner zum Abschluss auch um Spenden bei den Gästen. Regina Jansen hatte sich den Kinder- und Jugendhospizdienst in Rendsburg ausgesucht, für den gesammelt wurde.

Die nächsten Kochduelle sind am 7. März in Eckernförde, am 12. März in Karlsminde und am 19. März im EMTV-Heim. Die punktbesten Sieger treten am 26. März im Finale in der Siegfried-Werft gegeneinander an.

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