Schiedsrichter : Zwei Unparteiische auf Erfolgskurs: Erst leichter Druck – jetzt Hobby aus Leidenschaft

Die Gettorfer Daniel Rusch (l.) und Finn Hahnewald sind sehr gerne Schiedsrichter.
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Die Gettorfer Daniel Rusch (l.) und Finn Hahnewald sind sehr gerne Schiedsrichter.

Es fing alles mit leichtem Druck an, doch inzwischen sind die beiden Gettorfer Daniel Rusch und Finn Hahnewald Handball-Schiedsrichter aus voller Überzeugung.

shz.de von
24. Juli 2015, 06:00 Uhr

Ohne sie geht es nicht – wie in fast jeder Sportart, so auch im Handball, leisten sie einen nicht immer beliebten Job. Gemeint sind die Schiedsrichter. Vor zwei Jahren haben die Gettorfer Daniel Rusch und Finn Hahnewald sich dazu entschlossen, die Schiedsrichterprüfung abzulegen. Wie die meisten, zuerst auf leichten Druck, da jede spielende Mannschaft auch Schiedsrichter stellen muss. Aber nach den ersten gemeinsamen Spielen brachte es ihnen mehr und mehr Spaß, so dass sie sich entschlossen, diesem Hobby mehr Zeit zu widmen.

Auf dem Spielfeld zu stehen und hier und da mal einen Freiwurf zu pfeifen, damit ist es aber nicht getan. Ein Handballspiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet. Hier gehört eine gute Abstimmung und das gegenseitige Vertrauen auf den Partner unabdingbar dazu. Hieran arbeiten sie wöchentlich auf und neben dem Spielfeld. Dieses merken dann auch die Mannschaften während der Begegnung. Die Akzeptanz stieg von Spiel zu Spiel, so dass auch der Schiedsrichter-Lehrstab von ihnen begeistert war. Ansetzungen im höchsten Seniorenbereich des Kreises folgten und die Berufung in den Nachwuchskader B des Landes.

Hier kamen dann neue Eindrücke auf die beiden 22-Jährigen zu. Fremde Hallen, weite Entfernungen und Vereine sowie Mannschaften, die sie noch nie gesehen hatten. Ein Höhepunkt war für das Duo, gemeinsam mit anderen Nachwuchsgespannen, der Besuch eines Jugendturniers in Dortmund. Begleitet vom Schiedsrichterwart und Schiedsrichterlehrwart des Landesverbandes wurden ihnen da viele Tipps mit auf den Weg gegeben.

Neben dem Pfeifen auf dem Feld gehören aber auch Grundlagen dazu. So müssen sie an einem Wochenendlehrgang neben dem Regeltest auch einen Lauf- und Konditionstest bestehen. Den nächsten Karrieresprung haben sie gerade vollbracht. Sie gehören nun dem Nachwuchskader A an, der sie berechtigt, bis hin zur Oberliga A-Jugend und im Seniorenbereich bis zur SH-Liga Männer zu pfeifen.

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