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internationale Kooperation : Zwei Städte mit gleichen Zielen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine Delegation aus Eckernförde ist nach Sonderburg gereist, um über eine internationale Zusammenarbeit beim Naturfilmfestival Green Screen zu sprechen – und kommt mit viel weiterreichenden Ideen zurück.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 05:50 Uhr

Green Screen geht nach Dänemark: Mit einer 30-köpfigen Delegation war das Internationale Naturfilmfestival am Freitag in der süddänischen Stadt an der Flensburger Förde. Mit dabei: Festivalleiter Gerald Grote und Bürgermeister Jörg Sibbel. Sie wollten die Dänen für das Festival begeistern und über eine Kooperation mit der so ähnlich großen Stadt wie Eckernförde verhandeln. Und wie sich am Ende herausstellte, könnte die angestrebte Kooperation weit über das Festival hinausgehen.

Schon am Vormittag wurde der diesjährige Siegerfilm „Pinguine hautnah“ im Alsion direkt am Hafen von Sonderburg vor 600 Schülern gezeigt. Da waren die Eckernförder noch zu Hause und gaben dem Vorsitzenden des Fördervereins, dem kürzlich verstorbenen Jochen Hillers, auf dessen Trauerfeier das letzte Geleit. Die Stimmung war zu Beginn der zweistündigen Reise noch gedämpft. Martin Krohn, der zweite Vorsitzende, rief in seiner Ansprache kurz nach der Abfahrt allerdings allen Anwesenden ins Gedächtnis, dass Jochen Hillers, der sich tragend für das Festival engagiert hatte, nicht gewollt hätte, dass diese große Chance ungenutzt verstreiche.

In Empfang genommen wurde die Delegation von Sønderborgs Bürgermeister Erik Lauritzen und Stephan Kleinschmidt, dem Vorsitzenden des Ausschusses für kulturelle und regionale Entwicklung der Kommune. Die Stimmung war herzlich, die Delegationsmitglieder schwärmten von der Freundlichkeit der Dänen.

Jörg Sibbel betonte die besondere Bedeutung des Festivals, das gut zur politischen Ausrichtung Eckernfördes passe und sich in den vergangenen acht Jahren zu einem Aushängeschild der Stadt entwickelt habe. Die Bürger seien sich ihrer Verantwortung für kommende Generationen und ihre Umwelt bewusst und engagierten sich mit Freude ehrenamtlich. Der Bürgermeister erläuterte das besondere Engagement in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit am Beispiel der Stadtentwicklung und informierte über Auszeichnungen im Bereich Umweltschutz – Eckernförde war mehrmals Bundesumwelthauptstadt. Nicht zuletzt der von dem städtischen Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung, Michael Packschies, nur mittels eines Mörteleimers aufgestaute Eimersee ließ die Gastgeber staunen.

Doch die Dänen standen der Eckernförder Delegation in nichts nach: Auch die Sonderburger sind im Umweltbereich Vorbilder und konnten von vielen Projekten berichten. Mit dem ProjectZero will es die Kommune schaffen, bis zum Jahr 2029 CO2-neutral zu sein. In Ansichten und Zielen gibt es viele Gemeinsamkeiten – eine gute Grundlage für eine internationale Kooperation, die von beiden Seiten ausdrücklich gewünscht wird – auch über das Festival hinaus.

Anschließend ging es in den Konzertsaal, in dem eine große Leinwand und rund 400 Dänen warteten, die in den Medien von der kostenlosen Vorführung der Naturfilme gehört hatten. Gerald Grote, Leiter des Festivals, und Stephan Kleinschmidt führten charmant durch die Vorstellung, in deren Verlauf auf allen Seiten viel gelacht und mitgefiebert wurde. Nach tosendem Applaus und rundum positiver Resonanz von allen Seiten verabschiedeten sich die Verantwortlichen mit dem festen Vorsatz einer Wiederholung im nächsten Jahr und dem Willen zu internationaler Kooperation. Stephan Kleinschmid betonte, dass er sich auf den Austausch beider Gemeinden freue und großes Potenzial sehe, voneinander zu lernen.

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