Grundschulen : Zwei Schulen wachsen zusammen

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Gorch-Fock-Schule stellt Antrag auf „organische Verbindung“ mit dem Grundschulteil der Grund- und Gemeinschaftsschule am Standort Wulfsteert.

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08. Juli 2015, 06:13 Uhr

Eckernförde | Die Gorch-Fock-Schule hat jetzt einen Antrag auf „organische Verbindung“ mit dem Grundschulteil der Grund- und Gemeinschaftsschule der Stadt Eckernförde am Standort Wulfsteert zum Schuljahr 2017/18 gestellt. Das gab Bürgermeister Jörg Sibbel am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport bekannt. Damit bleibt der bekannte Fahrplan laut Schulentwicklungsplan bestehen, nach dem die Gorch-Fock-Schule ihr Gebäude im Schulzentrum Süd zu räumen hat, um Platz für die räumliche Erweiterung der Jungmannschule und der Peter-Ustinov-Schule zu schaffen. Das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule hatten einen größeren Platz- und Raumbedarf geltend gemacht, und dies im wesentlichen mit der Notwendigkeit von mehr Fach-, Gruppen- und Differenzierungsräumen sowie Angeboten für den Ganztagsunterricht begründet. Der zusätzliche Raumbedarf sei im Gutachten von Prof. Dr. Klaus Klemm zum Schulentwicklungsplan festgestellt worden und sei auch von der Stadt mit der aktuellen Schulentwicklung abgeglichen und als schlüssig angesehen worden, hieß es dazu gestern aus der Verwaltung. Durch die Rochade spare sich der Schulträger einen Erweiterungsbau, und der ausgebaute Schulstandort am Wulfsteert könne nach dem Auslaufen der Sekundarstufe der Grund- und Gemeinschaftsschule und der Konzentration am Standort Pferdemarkt weiterhin voll genutzt werden.

Nachdem die Gorch-Fock-Schule noch bis vor kurzem gegen eine Verlagerung protestiert und die bisherige Schulleiterin Andrea Eick die Schule deswegen in Richtung Altenholz verlassen hatte, hat die Grundschule nun unter der neuen Leitung von Heinke Marquardt die Entscheidung akzeptiert und sieht den Neubeginn am neuen Standort als ihre Hauptaufgabe an. Dort werden beide Schulen zum Schuljahr 2017/18 zusammengeführt, ein entsprechendes Raumprogramm, das die Belange beider Schulen berücksichtigen soll, wird entwickelt, teilte der Bürgermeister mit.

In der früheren Willers-Jessen-Schule in der Kieler Straße sind die maroden Balken abgestützt worden, so dass der Tanzclub Eckernförde in der Aula wieder mit dem Training beginnen konnte. Weitere Untersuchungen zur Tragfähigkeit werden vorgenommen, weitere Informationen dazu und zur Umsetzung des beschlossenen Nutzungskonzepts – Kindergarten, Touristik, Ausstellungen sowie Sitz mehrerer Vereine – soll es nach der Sommerpause geben, erklärte der Verwaltungschef.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass sich das Land um die Besetzung und Bezahlung der Schulassistentenstellen an den Eckernförder Grundschulen kümmern soll. Die Schulassisten sollen zum einen Lehrkräfte entlasten und helfen, die Lernbedingungen zu verbessern. Zum anderen soll es gezielt um eine bessere Betreuung bei der Inklusion gehen: Die wachsende Zahl von Unterrichtsbegleitern soll dadurch abgebaut und die Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und Jugend- und Sozialhilfeträgern verbessert werden.

Der Bürgermeister gab weiter bekannt, dass das Land seinen Anteil an den Kosten für die Schulsozialarbeit in vollem Umfang per Zuwendungsbescheid am 18. Mai in Höhe von 117  000 Euro beglichen habe

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