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Erfolgreichste Stadtführung Eckernfördes : Zwei Originale im Höhenflug

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Positive Bilanz: Stine und Fiete haben im vergangenen Jahr über 1200 Menschen bei 90 Veranstaltungen Eckernförde gezeigt. Auch in 2016 sind zahlreiche Verasntaltungen geplant.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 06:27 Uhr

Eckernförde | Fischer Fiete und Opsteekfru Stine haben es in Eckernförde schon zu Kultstatus gebracht, dabei gibt es die beiden Kunstfiguren von Werner Pötzsch und Christel Fries erst seit drei Jahren. Seither bieten sie Stadtführungen an in historischen Gewändern aus der Zeit um das Jahr 1900 und erzählen von ihrem Tagewerk in der Fischereibranche. Und das alles mit viel Humor und stets auf Plattdeutsch.

Über 90 Führungen haben sie im vergangenen Jahr absolviert, davon führten sie in 67 Führungen Urlauber und Einheimische in jeweils eineinhalb Stunden vom Hafen durch den Kattsund und die Gudewerdtstraße in die Alte Fischräucherei. Der Rest sind kostenlose Auftritte, wie zum Beispiel in Altersheimen, wo sie mit den Bewohnern eine gedankliche Stadttour unternehmen. Immer mehr häufen sich auch die Anfragen für private Geburtstagsfeste oder Firmenereignisse.

Der Spaziergang mit Fiete und Stine ist die erfolgreichste Stadtführung, die von der Arbeitsgemeinschaft Stadtführung Eckernförde angeboten wird. Das hätten Christel Fries und Werner Pötzsch selbst nicht gedacht. „Wir wollten die Stadtführungen eigentlich nur interessanter gestalten“, sagen die beiden. Dabei stand die Premiere im April 2013 unter keinem guten Stern. Werner Pötzschs Frau war nur zwei Tage zuvor gestorben. Für ihn sprang Hans Willomitzer als „Kuddel“ ein, der seither als Vertretung zur Verfügung steht.

2015 war das Kultduo bei vielen Veranstaltungen gebucht, zum Beispiel beim Aalaussetzen in Maasholm, bei der Aalregatta und den Sprottentagen. Es gab eine Sprottenmatinée, zehnmal haben sie das Marktfrühstück moderiert, haben Interessierte durch die Alte Fischräucherei geführt und waren etliche Male im Fernsehen oder im Radio.

Aber was macht die Führungen genau aus? „Zum einen ist es die plattdeutsche Sprache“, erklärt Christel Fries. Alte Eckernförder würden sich gleich an die historischen Personen erinnern. Wichtig ist zudem der Humor. „Es kommen immer andere Rückmeldungen von den Teilnehmern, auf die wir entsprechend reagieren müssen“, erklärt Werner Pötzsch. „Deshalb ist jede Führung anders.“

Ein weiterer Grund dürfte auch die Akzeptanz sein, die das Duo in Eckernförde erfährt. „Die Fischer spielen mit, und vor dem Jever-Stübchen kommt immer gute Stimmung auf, wenn wir vorbeikommen. Das ist das Tolle: Alle Eckernförder machen mit“, sagt Christel Fries.“ Dennoch werden die Führungen nie zu flach: „Wir erzählen auch Geschichtliches und erklären zum Beispiel den aktuellen Zustand der Fischerei.“

Weil sie so oft danach gefragt wurden, haben sich die Eckernförder Originale sogar Autogrammkarten zugelegt. Aber sie machen nicht nur Werbung in eigener Sache, sondern haben mit ihren Führungen allein im vergangenen Jahr 1740 Euro an Spenden für die Alte Fischräucherei gesammelt.

>Die Stadtführungen von Stine und Fiete oder Kuddel finden ab April wieder statt. Fest stehen die Termine an jedem ersten Freitag im Monat um 10.30 Uhr (9,50 Euro pro Person). Eine Gruppenführung bis 25 Personen kostet 105 Euro inklusive Sprotten- und Küstennebelverköstigung. Buchungen unter 71790.

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