Tanzstudio Bömer : Zwei Klassiker und Freude pur

Weihnachtsnacht bei „Nussknackers“: Peter Tschaikowskis Werk ist ein Klassiker, auch bei Michèle Bömer und ihrer Balletttruppe.
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Weihnachtsnacht bei „Nussknackers“: Peter Tschaikowskis Werk ist ein Klassiker, auch bei Michèle Bömer und ihrer Balletttruppe.

Die Eleven des Tanzstudios Bömer haben den „Nussknacker“ und „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ getanzt.

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05. Dezember 2017, 06:02 Uhr

Wie gut passen die beiden Ballettnachmittage des Tanzstudios Bömer zur Adventszeit: Am Sonnabend und Sonntag zeigten die bald unüberschaubar zahlreichen Eleven ihr Können. Unter der Leitung von Michèle Bömer und ihren qualifizierten Tanzlehrerinnen war ein großartiges Programm entstanden. Bei dieser „Märchenstunde“ zuzuschauen – sofern man noch einen Platz in der Stadthalle bekam –war reine Freude über eine solche Glanzleistung .

Michèle Bömer hatte als Choreographin die Ballettvorführung in zwei Stücken geplant: Im ersten Teil sah und hörte man den allseits beliebten „Nussknacker“ mit der Musik von Peter Tschaikowski. In der Weihnachtsnacht träumt Klara (Anna Oberle), dass sich ihr Nussknacker (Vitus Knudsen) in einen Prinzen verwandelt. Mit ihm gemeinsam erlebt sie viele Abenteuer: Mäusescharen greifen an, russisch-spanisch-arabische Tänze sind einfach mitreißend, Schneegestöber mit weißen, hauchzarten „Flocken“, und dann die allerkleinsten „Ballettratten“: Sie können noch nicht ganz laufen, aber als „Zuckerstangen“ schon prächtig mittanzen. Die Zuckerfee (Leonie Rinkens) führt den märchenhaften „Blumenwalzer“ an. Allein beim „Nussknacker“ tanzen schon gut 80 wunderbare Traumwesen mit.

Auch die fantasievollen Kostüme stammen aus der Werkstatt von Michèle Bömer – hier haben vermutlich viele hilfreiche Hände mitgewirkt.

Im zweiten Teil mit dem Titel „Farben“ stammen Choreographie und Kostüme ebenfalls vom Michèle Bömer. Selbst den Inhalt hat sie entworfen, wenn auch angelehnt an Andersens „Mädchen mit den Schwefelhölzchen“. Die Musik stammt hier weitgehend von Henryk Górecki. Das Mädchen (Carolin Wandel) liegt auf der Straße und droht zu erfrieren. Leute gehen achtlos vorbei. Schöne Träume vertreiben im Schlaf das Unglück. Sommer, Frankreich, eine großartige Bianka Brüdgam am Akkordeon, dazu Lachen, Caféhaus-Stimmung – insgesamt über 70 Mitwirkende auch hier.

Zum guten Ende liest die Akkordeonspielerin das fast erfrorene Mädchen dann auf und nimmt es mit.

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