Zwei Fliegen mit einer Klappe: Seegras weg, Düne her

Eine ca. 20 Meter lange Düne entsteht gerade am Kurstrand. Die Stadt schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Seegras verschwindet, und dem Küstenschutz ist gedient.
Eine ca. 20 Meter lange Düne entsteht gerade am Kurstrand. Die Stadt schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Seegras verschwindet, und dem Küstenschutz ist gedient.

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20. März 2014, 12:41 Uhr

Schweres Gerät am Kurstrand: Trecker und Bagger haben damit begonnen, eine Düne zu bauen.

Es handelt sich um ein Pilotprojekt der Stadt in Zusammenarbeit mit der Touristik und dem Ostsee Info-Center: „Normalerweise wird stets im Wechsel Seegras an den Strand gespült, der dann von Sand überlagert wird“, erklärt Claus Müller, Leiter des OIC. Der Strand wächst dadurch und kann Wellen bei Sturm mehr entgegensetzen. Nicht so aber in Eckernförde: Das Seegras wird von den Mitarbeitern der Touristik abgefahren, um einen sauberen Strand zu erhalten. Das Ergebnis: Es ist teilweise schon so viel Sand durch Stürme und Hochwasser vom Strand abgetragen worden, dass das Deckwerk an der Strandpromenade freiliegt. Bei ihm handelt es sich um schräg gemauerte Steine, die als massive Hochwasserlinie dem Küstenschutz dienen. Normalerweise sollte dieses Deckwerk unter einer Sandschicht liegen, denn jede Hochwasserwelle kann zu Schäden führen.

Jetzt wird versucht, die Zwickmühle aus touristischer Nutzung und Wellenschlagschutz zu lösen: An der Promenade auf Höhe des festen DLRG-Turms wird auf eine Länge von etwa 20 Metern in Richtung OIC der Strand an der Promenade einen Meter tief ausgekoffert und das Seegras hineingegeben. Am Ende wird darauf der Sand gefüllt und Strandhafer gepflanzt. „Wir machen also das, was sonst die Natur ohnehin gemacht hätte“, erklärt Michael Packschies, Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt. „Nur, dass wir gleichzeitig das Deckwerk schützen.“ Das Projekt ist von der Unteren Naturschutzbehörde und von der Wasserbehörde genehmigt worden.

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